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So wird deine Website schnell

Mache deine Website schneller, indem du die Ladezeiten optimierst, Dateigrößen reduzierst und das Nutzererlebnis verbesserst - für mehr SEO-Erfolg und höhere Conversion-Raten.

20 Jan. 20253Min. LesezeitThomas HaurumThomas Haurum

Gibt es etwas Frustrierenderes, als wenn man als Nutzer auf eine quälend langsame Website gelangt? Nein, oder?

Unsere Geduld ist begrenzt, wenn wir nach Informationen oder Produkten im Internet suchen. Landen wir auf einer Website, die langsam lädt, wechseln wir einfach zur nächsten.

Langsame Ladezeiten bringen niemandem etwas. Sie sind eine schlechte Erfahrung für die Nutzer und damit auch für dich als Website-Betreiber. Du verlierst potenzielle Bestellungen und Google registriert, dass Nutzer deine Seite schnell wieder verlassen.

Wie kannst du das verhindern? Die Antwort liegt im verstärkten Fokus auf Geschwindigkeitsoptimierung.

Geschwindigkeitsoptimierung ist ein anspruchsvolles Thema, das sowohl viel theoretisches Wissen als auch technisches Geschick erfordert. Aber warum liegt aktuell so viel Augenmerk darauf?

Da Google seinen Algorithmus kontinuierlich anpasst, um bessere Ergebnisse für die Nutzer zu liefern, spielt die Ladegeschwindigkeit eine immer wichtigere Rolle. Google hat zuletzt angekündigt, dass die Geschwindigkeit deiner Website ein direkter Rankingfaktor ist. Wird man also abgestraft, wenn man die Geschwindigkeit vernachlässigt? – Alles deutet darauf hin.

Neben der Anpassung an Googles Algorithmus hat die Geschwindigkeit auch eine ganz unmittelbare Funktion: deine Nutzer zufriedenzustellen. Studien zeigen, dass du Nutzer entweder im ersten Moment gewinnst oder verlierst. Die Folgen einer Website mit mehr als einer Sekunde “Wartezeit” sind mindestens:

  • 11% weniger Seitenaufrufe
  • 16% schlechteres Kundenerlebnis
  • 7% weniger Conversions

Tatsächlich ist es ganz einfach: Die Ladezeit beeinflusst das gesamte Nutzererlebnis, deine Conversion-Rate und damit direkt deinen Umsatz.

Mit anderen Worten: Es gibt keine Ausreden mehr. Pack es an und optimiere die Geschwindigkeit! Es ist ein Muss, wenn du irgendwelche Ansprüche an deine digitale Präsenz hast.

In diesem Beitrag zeige ich dir die einfachsten Maßnahmen, die das Fundament für eine schnelle Website bilden.

Teste die Performance

Am Anfang solltest du herausfinden, wie deine Website aktuell performt. Es gibt viele Tools, die deine Seite analysieren und genau aufzeigen, wo Optimierungsbedarf besteht. Ich persönlich bevorzuge GTmetrix. Das Tool ist kostenlos, sehr detailliert und zudem benutzerfreundlich. Die Oberfläche ist intuitiv und bewertet deine Seite auf einer Skala von 1-100. Zusätzlich zur Gesamtbewertung erhältst du Bewertungen für einzelne Parameter, sodass du genau weißt, wo es hakt.

Die Vorgehensweise für die Geschwindigkeitsoptimierung hängt stark davon ab, wie deine Website aufgebaut ist – und natürlich auch von deinem technischen Know-how. Die meisten Open-Source-CMS bieten dir zahlreiche Möglichkeiten, über verschiedene Plugins zu optimieren, sodass du keinen Entwickler beauftragen musst.

Ist deine Website wie die meisten anderen aufgebaut, gibt es typische Optimierungsmöglichkeiten, mit denen du starten solltest. Hier sind sie:

Überflüssige Plugins

Plugins sind eine sinnvolle Ergänzung und können eine Website optisch wie technisch deutlich aufwerten. Aber: Leider sind viele Plugins die größten Bremsen bei der Geschwindigkeitsoptimierung. Je mehr Plugins du hast, desto mehr Dateien werden auf deiner Seite geladen. Und wenn dein Browser eines nicht mag, dann ist es, ständig zwischen vielen Dateien zu wechseln. Neben der Anzahl spielt auch die Qualität der Plugins eine Rolle – nicht jeder Code ist gleich gut optimiert oder komprimiert. Schlechte Plugins stellen zudem ein großes Sicherheitsrisiko dar und können deine Website gefährden.

Mein Tipp: Wähle Plugins mit Bedacht. Installiere nur die, die deinem Geschäft wirklich nutzen, und verzichte auf unnötige „smarte“ Gadgets.

Bilder komprimieren

Ein grundlegender Schritt ist das konsequente Komprimieren deiner Bilder. Dabei gibt es zwei wichtige Aspekte: Zuschnitt (Länge & Breite) und Komprimierung (KB/MB). Beides solltest du berücksichtigen und gleichzeitig umsetzen.

Zuschnitt
Die erste Frage: Wo wird das Bild verwendet? Wird es zum Beispiel in einem großen Slider eingesetzt, sollte die Größe auch entsprechend angepasst sein. Hast du Schwierigkeiten, die passende Größe für ein Bild zu finden, kannst du Folgendes tun:

  • Installiere das Chrome-Plugin „Image Size Info“.
  • Öffne deine Website und wähle das Bild, das du optimieren möchtest. Rechtsklick und dann „View Info“ auswählen.

Dort siehst du, wie groß das Bild tatsächlich ist und wie groß es in der aktuellen Ansicht dargestellt wird (Screenshot einfügen).

Mit diesen Informationen kennst du die exakten Maße, auf die das Bild verkleinert werden sollte.

Komprimierung
Viele möchten keine Qualitätseinbußen bei Bildern, da ihre Produkte bestmöglich präsentiert werden sollen – und das ist auch verständlich. Dennoch kann man Bilder komprimieren, ohne sichtbare Qualitätseinbußen zu riskieren. Das bedeutet: weniger Bytes, gleiche Qualität. Möglich ist das mit Lossy- oder Lossless-Komprimierung. Im Kern werden die Dateigrößen kleiner, indem man die Anzahl der Farben reduziert, sodass weniger Bytes zum Speichern benötigt werden. Optisch ist der Unterschied kaum sichtbar, der Effekt auf die Dateigröße aber enorm.

Wurde deine Website mit WordPress erstellt, empfiehlt sich das Plugin „Smush Image Compression and Optimization“. Dieses übernimmt die Komprimierung der Bilder beim Hochladen automatisch. Wenn du kein WordPress nutzt, kannst du deine Dateien auch vor dem Upload über TinyPNG.com komprimieren.

Reduziere die Anzahl deiner Anfragen

Jedes Mal, wenn du auf eine Datei verweist, sendet dein Browser eine Anfrage an den Server. Das führt häufig zu kleinen Verzögerungen, die sich negativ auf die Ladezeit deiner Seite auswirken.

Praxisbeispiel
Du betreibst seit fünf Jahren einen Webshop und hast in dieser Zeit viele Tools integriert, die dir mehr Einblicke und Umsatz versprechen: MailChimp, SleekNote, Pixels, Analytics, Hotjar, CrazyEgg, Facebook Messenger Plugin, LinkedIn Conversion Tracking … Außerdem verwendest du verschiedene Schriftarten für Fließtext, Überschriften und Kundenmeinungen. Zusätzlich bindest du 17 verschiedene JavaScript-Dateien ein, die jeweils eine spezielle Funktion erfüllen – schließlich soll die Website auch optisch überzeugen.

Es gibt sicherlich viele Argumente für diese Implementierungen. Am Ende leidet jedoch die Geschwindigkeit deiner Website am meisten.

So löst du das Problem

Überdenke und priorisiere deine Anfragen
Ist dein Geschäft wirklich auf so viele verschiedene Schriftarten angewiesen? Oder nutzt du den LinkedIn Conversion Tracker überhaupt? Entferne alles, was nicht regelmäßig verwendet wird oder keinen spürbaren Mehrwert bringt.

Kombiniere deine CSS- und JavaScript-Dateien
Statt auf fünf verschiedene JavaScript-Dateien zu verweisen, kannst du diese auch in einer Datei bündeln. Das kann entweder dein Entwickler übernehmen oder ein passendes Plugin erledigen. Für WordPress-Webshops empfehle ich Autoptimize.

Cache verwenden

Vielleicht hast du schon mal vom berühmten Cache gehört, aber nie so recht verstanden, was er eigentlich macht? Ganz einfach: Cache ist ein Zwischenspeicher, der Daten von Websites speichert, die du bereits besucht hast. Stell dir vor, du besuchst deine Website zum ersten Mal – der Browser lädt JavaScript, CSS und HTML direkt vom Server. Beim zweiten Besuch sind diese Daten bereits im Cache deines Browsers gespeichert. Dadurch kann der Browser beim nächsten Mal die Daten viel schneller laden, als sie erneut vom Server zu holen.

Auch ohne eigenen Cache stehst du nicht alleine da. Für die meisten CMS gibt es passende Plugins.

Prüfe deine PHP-Version (sofern deine Seite PHP nutzt)

Nicht viele wissen, dass die PHP-Version einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit deiner Seite hat. Diese Einstellung kannst du nicht auf deiner Website selbst ändern, sondern nur beim Hosting-Anbieter (z.B. Unoeuro, One.com, SurfTown).

Verfügbare Versionen reichen meist von PHP 5.0 bis 7.4.

Empfehlung: Immer auf die neueste verfügbare Version updaten. Beachte aber, dass dies Auswirkungen auf die Darstellung deiner Seite haben kann.

Kontaktiere am besten deinen Entwickler, damit er die PHP-Version aktualisiert und auch die anderen schnellen Optimierungen aus meinem Blogbeitrag für dich umsetzt. Davon profitieren sowohl du als auch deine potenziellen Kunden.

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