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Episode 1: Follower auf Amazon

Erfahre in dieser Folge des WeMarket-Podcasts, wie du dir auf Amazon eine Followerschaft aufbaust! Erhalte Strategien, um deine Sichtbarkeit und das Engagement zu steigern.

09 Jan. 2025 20Min. AudioJens VittrupJens Vittrup

Hier die gesamte Episode lesen:

Jens (J): Hallo und herzlich willkommen zum Amazon-Podcast mit Jens & Co.

Mein Name ist Jens, und ich bin heute euer Gastgeber.

Heute sprechen wir über das Thema Follower auf Amazon.

Wenn ich an meinem Platz im Büro sitze, höre ich oft, wie meine Kollegen über Follower und Posts sprechen und wie sie sich darüber austauschen. Und ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht so genau, was das eigentlich ist. Dafür habe ich aber meinen Kollegen Morten eingeladen, der sich richtig gut damit auskennt – und den habe ich heute ins Studio geholt.

Willkommen, Morten.

Morten (M): Vielen Dank, Jens.

Finde die richtigen Produkte mit der Follow-Funktion

J: Morten, das mit den Followern … Ich habe wirklich keine Ahnung davon, kannst du nicht einfach mal erklären, was es damit auf sich hat und was das mit Amazon zu tun hat?

M: Klar, ich versuche es mal. Wenn man das Wort „Follower“ hört, denkt man natürlich sofort: Wird Amazon jetzt ein soziales Netzwerk? Das ist es noch nicht. Aber Amazon übernimmt bereits viele Funktionen, die wir von sozialen Medien kennen.

Zum Beispiel gibt es jetzt auf der Brand Store-Seite eines Unternehmens einen Button, auf dem „Folgen“ steht.

J: Und der Brand Store ist dieser Shop, den man als Markeninhaber auf Amazon einrichten kann, wenn man ein eingetragenes Markenzeichen hat, oder?

M: Ganz genau. Dort erfährt man mehr über die Marke und sieht das gesamte Sortiment. Oben gibt es jetzt einen kleinen Button mit einem Pluszeichen und dem Wort „Folgen“.

Als Kunde kann man, wenn man bei Amazon eingeloggt ist, beim Stöbern in einem Produkt auf den Brand Store gehen. Wenn man dann mehr über die Marke erfahren möchte, von der man gerade ein Produkt kauft, kann man einfach auf „Folgen“ klicken.

J: Und wenn man auf „Folgen“ geklickt hat … Warum sollte man das tun? Was ist der Grund, einem Unternehmen auf Amazon zu folgen?

M: Die „Follow“-Funktion ist an sich nicht neu bei Amazon. Die Schaltfläche gibt es seit 2021. Amazon verfolgt dabei die Philosophie, es den Kunden so einfach wie möglich zu machen, die passenden Produkte zu finden.

Follower – besonders beliebt auf Amazon US

M: Man muss dazu sagen, dass diese Funktion aktuell in den USA am stärksten verbreitet ist. In Europa ist sie noch nicht komplett ausgerollt. Wir haben allerdings Kunden in den USA, mit denen wir bereits Erfahrungen sammeln. Es gibt auf dem Profil eine Schaltfläche „Empfehlungen“.

J: Ja.

M: Wenn man darauf klickt, schlägt Amazon Produkte vor – basierend auf dem Kaufverhalten, dem Surfverhalten und auch darauf, welchen Unternehmen man folgt. Wenn man also jemandem folgt, werden dessen Produkte bei den Empfehlungen priorisiert angezeigt.

J: Okay, das heißt, wenn ich als Kunde mehreren Unternehmen folge und diese neue Produkte oder Neuigkeiten veröffentlichen, zeigt Amazon mir das gezielt an?

M: Genau, das ist einer der Vorteile. Deshalb sollte man schon jetzt damit beginnen, Follower zu gewinnen – auch in der EU, denn auch hier kann man schon Follower sammeln.

Man kann sie noch nicht so intensiv nutzen, aber es lohnt sich, schon mit dem Aufbau zu beginnen. Denn wie du sagst – was kann man mit diesen Followern machen?

Direkte Kommunikation mit deinen Kunden erreichen

M: Man hat die Möglichkeit, direkt mit den Followern zu kommunizieren – zum Beispiel, wenn man ein neues Produkt auf den Markt bringt.

So hat man bereits eine Kundenbasis, die man gezielt per E-Mail oder mit Informationen zu dem neuen Produkt ansprechen kann. Diese Information kann man dann direkt an die Follower richten.

J: Ah, okay. Das heißt, wenn man Follower hat und sie in Europa bald nutzen kann – in den USA geht es ja bereits – kann man direkt über Amazon E-Mail-Kampagnen an diese Kunden senden?

M: Ja, das ist tatsächlich möglich. Man kann eine E-Mail-Kampagne starten, in der man das neue Produkt vorstellt und erläutert, was es kann.

Man kann außerdem spezielle Aktionen anbieten, die nur für Follower gelten: Zum Beispiel einen Rabattcode von 20 %. Dieser wird dann exklusiv an die Follower geschickt, die dann beim Kauf des Produkts von der Aktion profitieren.

J: Wahnsinn – wenn man mit Amazon arbeitet, weiß man, dass es sonst sehr schwierig ist, die eigenen Kunden direkt zu erreichen. Man bekommt keine E-Mail-Adressen oder Telefonnummern.

Deshalb ist es fast unmöglich, direkt mit Käufern zu kommunizieren. Die Möglichkeit, Follower direkt per E-Mail oder Promotion anzusprechen, ist deshalb für Amazon ein echter Gamechanger.

M: Das ist wirklich eine große Neuerung, die es auf Amazon so bisher nicht gab.

Noch in der Testphase

M: Man muss aber beachten, dass sich das Ganze noch in der Testphase befindet. Amazon hat eine Begrenzung eingeführt, wie viele E-Mails pro Woche verschickt werden können. Niemand soll zugespammt werden, man möchte die Follower auch schützen. Das kennt man auch aus anderen Bereichen.

Wenn man zu viele E-Mails erhält, meldet man sich irgendwann von Newslettern ab.

J: Ja.

M: Das sollte man vermeiden. Als Markeninhaber sollte man diese Möglichkeit also mit Bedacht nutzen.

J: Ja.

M: Der Vorteil ist, dass man neue Produkte viel schneller an eine bestehende Basis testen kann. Man spart sich einen Teil der aufwendigen Neukundenakquise – wobei dies natürlich weiterhin ein wichtiger Bestandteil bleibt.

J: Ja.

M: Aber man hat bereits eine Follower-Basis, die direkt über Produktneuheiten oder Aktionen informiert werden kann.

So kann man schnell testen, ob Interesse an einem Produkt besteht – durch die Rückmeldungen auf die Informationen und die Aktionen. Man kann auch testen, ob der Preis passt: Bleibt die Resonanz aus, kann man eine Promotion mit 10 % Rabatt ausprobieren. Steigt dann das Interesse, weiß man, dass der ursprüngliche Preis möglicherweise zu hoch war.

Man hat also von Anfang an eine Testgruppe, die schnell Rückmeldung gibt.

J: Für mich klingt das angesichts der bisherigen Einschränkungen wirklich revolutionär.

Eine feste Community durch Follower aufbauen

J: Mich würde interessieren, wie man an diese Follower kommt. Gibt es Unternehmen, für die das besonders relevant ist? Hast du dazu Erfahrungen gesammelt?

M: Grundsätzlich gilt: Wenn du oft Kollektionen wechselst oder deine Produkte stark an die Jahreszeiten anpasst, ist das besonders sinnvoll. So werden die Kunden automatisch über neue Produkte informiert.

J: Ja.

M: Das ist vergleichbar mit einem Newsletter eines Fashion-Brands außerhalb von Amazon – hier wirst du auch informiert, wenn die neue Frühjahr/Sommer-Kollektion erscheint. Genauso funktioniert es auf Amazon, wenn du neue Produkte einstellst.

J: Super! Das habe ich schon oft gesagt, aber es ist wirklich so. Nach so vielen Jahren mit Amazon kennt man all die bisherigen Einschränkungen.

Man kann sich also eine feste Community aufbauen und diese direkt – im Amazon-eigenen Format – per Newsletter oder mit individuellen Angeboten ansprechen.

Mit Followern loyale Kunden aufbauen

J: Aber wie gewinnt man Follower? Gibt es einen Trick, um möglichst viele zu bekommen?

M: Es gibt auf jeden Fall ein paar Maßnahmen. Um es kurz zu machen: Es gibt eigentlich drei Hauptanwendungsbereiche für Follower.

Du kannst sie für Produktlaunches nutzen, für Produkttests (Preis und Information), und vor allem auch für Brand-Building.

Brand-Building bedeutet, Interessenten zu loyalen Kunden zu machen. Das gelingt durch gezielte E-Mail-Flows und Promotions. In puncto Markenaufbau ist das ein wichtiges Element.

Bisher gab es lediglich gesponserte Brand-Anzeigen und guten A+ Content. Jetzt kannst du deine Kunden direkt ansprechen.

J: Bisher galt ja: Auf Amazon gibt es keine loyalen Kunden. Jetzt kann man zumindest daran arbeiten, Loyalität aufzubauen.

M: Genau, das ist jetzt möglich.

J: Klasse!

So gewinnst du Follower auf Amazon:

M: Deine Frage war ja, wie man an Follower kommt.

J: Mhm.

M: Der einfachste Trick: Im Brand Store, wo der Follow-Button jetzt oben im Menü zu finden ist, platzieren wir für unsere Kunden einen kleinen Hinweis mit einem Pfeil auf die Schaltfläche. Dort steht zum Beispiel: „Klicke auf Folgen, um die neuesten Informationen zu unseren Produkten und Neuheiten zu erhalten.“

J: Also ähnlich wie damals bei Facebook, als man auf der Unternehmensseite einen Pfeil platzierte, der auf „Gefällt mir“ zeigte?

M: Ganz genau. Aktuell ist der Follow-Button nur dort zu finden. Amazon testet verschiedene Positionen, aber im Moment ist das die beste Möglichkeit, direkt Follower zu gewinnen.

J: Super. Und funktioniert das? Sieht man schon einen Effekt?

M: Wir testen das aktuell intensiv. Allein in der letzten Woche haben wir dadurch zehn neue Follower gewonnen.

J: Okay.

M: Für den Anfang ist das viel. Ich glaube, das wird noch viel größer werden. Mit mehr Maßnahmen werden es sicher noch mehr werden.

J: Klar, sobald die Kunden merken, dass sie davon profitieren – etwa durch günstigere Preise oder exklusive Neuigkeiten – werden es immer mehr werden.

Follower werden zur Validierung deiner Marke

M: Ich habe viel recherchiert und auch bei US-Agenturen nachgesehen, was sie zu Followern sagen.

In den Jahren 2015/2016 sprach man vom Wettlauf um Rezensionen, weil Amazon die Bedeutung von Bewertungen für die Produktqualität stark betonte.

J: Ja.

M: Jetzt – von 2023 bis 2025 – spricht man vom Wettlauf um Follower. Denn Follower werden zum neuen Qualitätsmerkmal für Marken.

J: Interessant.

M: Wie auf anderen sozialen Netzwerken, wie Instagram, gilt: „Follower bringen Follower“.

Wenn wir jetzt zehn neue Follower pro Woche gewinnen, ist das erst der Anfang. Es wird eine Kettenreaktion geben. Sieht ein Besucher, dass es schon 50 Follower gibt, kann sich die Zahl schnell verdoppeln oder verdreifachen. Es bleibt spannend, wie sich das entwickelt.

Follower werden das neue Review – eine spannende Entwicklung.

J: Sehr interessant und absolut nachvollziehbar.

Du hast vorhin erwähnt, dass es noch mehr Möglichkeiten gibt, Follower zu gewinnen. Erzähl doch mal.

Produktbilder und praktische Strategien

M: Ganz praktisch kann man auch die Produktbilder nutzen. Amazon empfiehlt mindestens sieben Bilder, aber man kann noch mehr hinzufügen.

Wenn die ersten Bilder hochwertig sind, kann man ein weiteres Bild ergänzen, auf dem steht: „Für Neuigkeiten rund um dieses Produkt, besuche unseren Brand Store und klicke auf Folgen.“ So werden Käufer direkt auf die Brand Store-Seite gelenkt.

J: Clever. So nutzt man Produktbilder, um Traffic in den Brand Store und zu mehr Followern zu lenken.

M: Genau, aktuell gibt es auf den Produktseiten selbst noch keinen Follow-Button. Das könnte sich ändern – Amazon testet das bei Sponsored Brand-Anzeigen. Bis dahin ist das Hinzufügen eines Hinweises auf einem Bild sinnvoll, ohne das Design der Hauptbilder zu stören.

Ein weiterer Tipp: Platziere den Hinweis am Ende deiner Bullet Points.

Wenn du bereits alle SEO-Inhalte auf deiner Produktseite hast und noch Platz in den Bullet Points, nutze den letzten für: „Wir sind eine neue skandinavische Marke. Besuche unseren Brand Store, folge uns und begleite uns auf unserer Reise.“

Da der Follow-Button aktuell nur im Brand Store erscheint, solltest du, wenn du gezielt Follower gewinnen willst, mehr Traffic dorthin leiten.

J: Ja.

M: Denn dort ist die Schaltfläche zu finden.

Der Wert und die Investition in Follower

J: Während du das erklärst, habe ich schon mehrere Ideen.

Man könnte auch gezielte Marketingkampagnen schalten. Wie bei klassischer Social-Media-Werbung geht es darum, Einwilligungen einzuholen und die Erlaubnis zu bekommen, Kunden anzuschreiben – das hat ja auch einen Preis, den man bereit ist zu zahlen.

Das lässt sich auch auf Amazon übertragen: Man kann eine Kampagne starten, die direkt in den Brand Store führt. Dort sollte sofort ersichtlich sein, wo der Follow-Button ist.

So kann man den Wert eines Followers ermitteln: Was kaufen sie, wie viel kann man in die Gewinnung eines Followers investieren? Sehr clever, Morten.

M: Absolut. Es wird spannend zu beobachten, wie sich das entwickelt.

J: Super.

Content Feed: Erstellung von Posts

M: Eine weitere Möglichkeit, Follower zu gewinnen, sind Posts.

J: Ja.

M: Im Marketing-Dashboard eines EU-Kontos gibt es unter Brand Content auf der linken Seite bereits eine Schaltfläche für Posts. Klickt man als EU-Kunde darauf, erhält man aktuell noch keinen Zugang.

J: Okay.

M: Das zeigt aber, dass es bald so weit ist.

Wer als US-Kunde auf die Posts klickt, landet in einer Umgebung, die man von sozialen Netzwerken wie Instagram kennt. Dort werden ähnliche Formate angeboten.

Man kann Content rund um das Produkt posten – zum Beispiel ein Bild, auf dem jemand das Produkt verwendet. Bis jetzt sind nur Bilder möglich, Videos noch nicht. Diese Posts erscheinen in einem eigenen Feed.

Auf der Produktseite – das sei gesagt, ich greife etwas voraus – sind diese Posts derzeit nur mobil sichtbar.

J: Okay.

M: Also auf dem Smartphone-Browser. Desktopnutzer sehen sie noch nicht.

J: Nur Nutzer, die mit dem Handy browsen, sehen die Posts?

M: Genau.

J: Okay.

M: Wenn man auf seiner Kontoseite ist, bereits einem Brand folgt oder sich in einer bestimmten Kategorie befindet, zum Beispiel Make-up, schlägt Amazon einem vor, diesen Marken zu folgen. Oder es werden unten Posts angezeigt, die zum Produkt passen.

J: Ah.

M: Das Beste: Posts sind kostenlos. Und in jedem Post kann man einen Link zum Produkt einbauen. So kann man Traffic von einer Produktseite eines Konkurrenten auf das eigene Produkt lenken.

J: Wenn also ein Kunde auf dem Handy zum Beispiel eine Mascara eines Konkurrenten ansieht, kann ein eigener Post angezeigt werden, der Traffic auf das eigene Produkt lenkt. Amazon zeigt dem Kunden damit verwandte Produkte über diese Posts an.

M: Ganz genau. Und das ist kostenlos.

J: Normalerweise müsste man für solche Platzierungen bezahlen – jetzt geht das kostenlos über Posts. Zumindest aktuell. Wer weiß, was Amazon in Zukunft plant.

M: Die bezahlten Sponsored Product/Sponsored Brand-Anzeigen sind zwar immer noch besser platziert, aber mit Posts wird man immerhin weiter unten auf der Seite angezeigt, wenn Kunden nach unten scrollen.

J: Das ist extrem spannend, Morten. Ich weiß, dass ihr bei unseren Kunden gerade intensiv daran arbeitet. Ich denke, wir holen dich nochmal ins Studio, um noch tiefer einzusteigen und konkrete Erfahrungen zu teilen.

Morten, vielen Dank für dieses Gespräch. Es war wirklich spannend, vor allem, weil ich vorher gar nichts darüber wusste. Es ist immer schön, etwas Neues zu lernen.

Danke fürs Zuhören. Wir hoffen, du bist auch bei der nächsten Folge wieder dabei.

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