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Episode 5: Website-Wechsel: So vermeiden Sie den Verlust von SEO-Wert

Erhalten Sie Tipps für den Website-Wechsel, ohne SEO-Wert zu verlieren, in dieser informativen Episode des WeMarket Podcasts! Jetzt reinhören!

22 Jan. 2025 18Min. AudioThomas HaurumThomas Haurum

Überlegen Sie, Ihr aktuelles CMS oder Shopsystem zu wechseln? Dann sollten Sie unbedingt in Folge fünf unserer Podcastreihe reinhören. In dieser Folge bereiten wir Sie optimal auf den Systemwechsel vor – und beleuchten insbesondere die Fallstricke, auf die Sie besonders achten sollten.

Unser heutiger Gast ist Simon Henneberg, SEO-Spezialist im WeMarket-Team. Simon bringt umfangreiche Erfahrung zum Thema mit, da er bereits für mehrere unserer Kunden den Wechsel des Shopsystems verantwortet hat. Er hat sich so ein großes Fachwissen aufgebaut, das er in dieser Episode gerne mit Ihnen teilt.

Lesen Sie die gesamte Episode hier

In dieser Episode unseres Videopodcasts erfahren Sie, wie Sie beim Plattformwechsel den Verlust von SEO-Wert auf Ihrer Website vermeiden können.

Viel Spaß beim Zuhören!

Thomas (T): Willkommen zu Episode 5 des WeMarket Videopodcasts mit dem Titel: So vermeiden Sie den Verlust von SEO-Wert beim Wechsel Ihrer Website-Plattform.

Dafür habe ich dich heute eingeladen, Simon.

Herzlich willkommen.

Simon (S): Vielen Dank.

T: Du bist SEO-Spezialist bei WeMarket und hast bereits zahlreiche Projekte betreut, bei denen Unternehmen ihre Website und den mühsam aufgebauten SEO-Wert umgestellt haben.
Sie haben viel in ihre Websites investiert, und diesen Wert sollte man auf dem Weg zur neuen Seite natürlich nicht verlieren.

Deshalb dachte ich, du könntest uns ein wenig aufklären, wie man sich auf einen Website-Wechsel vorbereitet und wie man den Verlust von SEO-Wert verhindert.

Ich hoffe, du bist bereit, dein Wissen zu teilen.

S: Auf jeden Fall.

T: Was ist deiner Meinung nach die wichtigste Maßnahme, um beim Wechsel keinen Schaden zu riskieren?

S: Da gibt es natürlich viele wichtige Dinge.

Aus SEO-Sicht ist alles wichtig. Aber das Wichtigste ist, das Ziel oder den Zweck des Wechsels zu definieren.

Geht es um eine bessere Nutzererfahrung? Ein neues CMS? Oder soll langfristig die organische Sichtbarkeit, der Umsatz, der Traffic oder die Leadgenerierung gesteigert werden?

Redirects sind der wichtigste Schritt beim Website-Wechsel

S: In der Vorbereitungsphase ist es absolut entscheidend, alle bestehenden Seiten zu erfassen und sicherzustellen, dass Nutzer und Suchmaschinen weitergeleitet werden, falls sich viele URLs ändern.

T: Das ist so einfach wie, wenn ich heute eine Seite wie thomaswebshop.de/kaffeemaschinen habe und auf eine neue Plattform wechsle, sodass die neue URL thomaswebshop.de/kaffeemaschinen-neu lautet. Das ist dann eine neue Kategorie – also braucht es ein Redirect?

S: Genau, denn sobald wir die URLs ändern – wie du richtig sagst, zum Beispiel mit -neu – behandelt Google diese wie eine völlig neue URL, als hätten wir eine neue Kategorieseite erstellt.

Und wenn wir jahrelang daran gearbeitet haben, für „Kaffeemaschinen“ auf Platz eins zu stehen, dürfen wir diesen Wert auf keinen Fall verlieren. Indem wir Nutzer und Suchmaschinen gezielt auf die neue URL weiterleiten, minimieren wir den Verlust.

T: Man kann also grundsätzlich sagen: Beim Plattformwechsel kommen Besucher auf neue Adressen, und es müssen Redirects eingerichtet werden. Für uns in der Branche klingt das einfach.

Für viele Shopbetreiber oder Marketingverantwortliche ist es eigentlich auch einfach, aber trotzdem wird es oft vergessen.

S: Es ist erstaunlich, wie viele das tatsächlich vergessen oder es nicht priorisieren. Für mich steht das ganz oben auf der Liste. Denn wenn man das versäumt, bekommt man viele 404-Fehler. Und wir verlieren auch den kompletten Linkbuilding-Wert, in den wir viel Zeit und Ressourcen investiert haben.

T: Die Konsequenz ist: Wenn jemand nach „Kaffeemaschinen“ googelt und ich heute auf Platz eins bin, aber nach dem Website-Wechsel kein Redirect gesetzt habe, bin ich komplett aus dem Index raus.

S: Genau, dann bist du weg.

T: Das sind echte Umsatzeinbußen.

S: Und das passiert von Tag eins an. Es ist nicht so, dass man langsam zwei Positionen verliert – man ist von einem Tag auf den anderen verschwunden.

T: Wie finde ich beim Wechsel heraus, welche Seiten ich aktuell habe und auf welche Seiten ich umleiten muss? Wie funktioniert das Mapping?

S: Dafür gibt es verschiedene Methoden. Wir nutzen häufig ein Tool namens Screaming Frog. Damit kann man je nach Shopgröße alle aktuellen Seiten und URLs exportieren.

Sowohl die, die im Index sind, als auch die, die es nicht sind. Diese legt man in eine Spalte in einem Google Sheet oder einer Excel-Tabelle an – als alte URL.

Sobald die neue Website aufgebaut wird …

T: Noch vor dem Launch natürlich.

S: Genau, noch bevor man online geht. Sobald beim Aufbau der neuen Seite Strukturänderungen vorgenommen werden – wie beim Beispiel mit -neu – sollte das ein Warnsignal sein: Welche alte URL passt zu welcher neuen?

Hier steckt viel manuelle Arbeit drin, wenn man auf Nummer sicher gehen will.

T: Das Matching von URLs und das Einrichten von Redirects steht also ganz oben auf deiner Liste?

S: Das ist das Allerwichtigste. Besonders, wenn man viele Jahre gezielt an SEO gearbeitet hat.

T: Eigentlich ist das immer wichtig, Simon, denn oft unterschätzen Unternehmen das – auch auf unserer eigenen Seite sehe ich manchmal, dass ein alter Blogbeitrag überraschend viel Traffic bringt. Wenn dann z. B. das Jahr nicht aktualisiert oder der Beitrag gelöscht wird, kann wertvoller Traffic verloren gehen.

Man weiß nie, was auf tieferen URLs an Potenzial steckt – das ist also immer ein Muss.

S: Das ist definitiv ein Muss. Wie du sagst, können auch zehn Jahre alte Blogbeiträge die Haupttrafficquelle sein.
Man sollte nie unterschätzen, welche Seiten Leads oder Umsatz bringen – das kann auch mal eine „Über uns“- oder eine Kontaktseite sein.

Auch abseits des eigentlichen Themas gilt: Jede Seite ist wichtig, wie du bereits betont hast.

T: Genau. Deshalb gibt es da keine Diskussion: Beim Wechsel der Website-Plattform müssen Redirects gesetzt werden.

S: Absolut.

T: URL-Mapping und Redirects müssen stehen.

Gut. Was ist der nächste wichtige Schritt?

Alle Inhalte beim Plattformwechsel übertragen

S: Neben der Weiterleitung der Nutzer und Suchmaschinen auf die richtigen URLs ist es ebenso wichtig, alle Inhalte zu übertragen. Dazu gehören Texte, Produkte, Bilder, Videos, interne Links, Seitentitel, Meta-Beschreibungen und die Formatierung der Überschriften.

T: Denn das passt nicht immer 1:1 zum neuen System.

S: Überhaupt nicht.

T: Im neuen System gibt es vielleicht andere Möglichkeiten für H2-Überschriften.

S: Absolut. Es gibt viele CMS-Lösungen, bei denen man Überschriftenformatierungen oder interne Links manuell aktivieren muss, um sich wiederholende Codierarbeit zu vermeiden. Da gibt es viel zu beachten …

T: Wenn ich einfach einen Blogbeitrag kopiere und in das Backend des neuen Systems einfüge, werden interne Links meist nicht übernommen.

S: Ich habe noch kein System gesehen, das wirklich alles 1:1 übernimmt. Auch Bilder im Textfeld verlieren häufig ihre Einstellungen für Breite oder Höhe.

Es kann also auch zu Designproblemen kommen, wenn die neue Seite online geht.

T: Stimmt, auch die Menüstruktur wird oft angepasst und interne Links können so verloren gehen. Das betrifft die Nutzerführung und die Sichtbarkeit wichtiger Seiten.

S: Alle Menülinks sind auf allen Seiten zu finden. Entfernt man eine Kategorie oder ein Produkt aus dem Menü, verschwinden oft Tausende interne Links auf einen Schlag.

Gerade bei Menüs und internen Links muss man daher gezielt priorisieren.

T: Gibt es noch weitere essentielle Punkte?

Wir haben über Redirects, URL-Mapping und die Übertragung von Inhalten gesprochen. Sind das die wichtigsten Aspekte?

S: Nach meinen Erfahrungen bei Website-Migrationen sind das definitiv die größten Fallstricke.

Ob man eines vergisst oder das andere – beides ist fatal. Wenn wir priorisieren müssen, stehen Redirects an erster Stelle, denn sonst verliert man direkt seine Top-Positionen.

Gründlichkeit verhindert Traffic-Verlust

T: In unserer Branche heißt es oft, dass man beim Website-Wechsel immer etwas SEO-Wert verliert.

Ich stelle aber fest, dass wir sehr gründlich vorgehen und kaum Verluste haben – auch nicht bei großen Projekten.

Deshalb lohnt sich Gründlichkeit. Niemand will 10-15 Prozent Traffic einbüßen – Vorbereitung ist alles.

S: Vorbereitung ist alles, und wie du sagst, wir sind dabei extrem gründlich.

T: Es geht nicht darum, uns selbst zu loben. Wichtig ist – liebe Zuhörer und Zuschauer – gehen Sie das Thema gründlich an und sparen Sie hier nicht am falschen Ende. Das gilt auch für Ihr Agenturteam. Niemand möchte 10 Prozent oder sogar mehr Traffic verlieren. Dafür müssen Ressourcen eingeplant werden.

S: Denn der Aufwand, um verlorenen Traffic zurückzugewinnen, ist um ein Vielfaches höher als die Investition in eine sorgfältige Migration.

Ich sage immer: Das ist wie eine Versicherung. Ist die Planung abgeschlossen und das neue System läuft, hört man idealerweise nichts von mir – wie bei der Versicherung, dann passt alles.

Überprüfung mit Screaming Frog

T: Wenn alles vorbereitet ist und die neue Seite live geht, wie überprüfe ich, ob die Redirects funktionieren? Was mache ich konkret?

Wenn die Website heute um 10 Uhr umgestellt wurde – was prüfe ich um 11 Uhr?

S: Wenn Sie sich gut vorbereitet haben, haben Sie eine Liste aller alten URLs. Mit dem erwähnten Tool Screaming Frog können Sie diese Liste einfügen und einen Crawl starten.

So lassen sich alle alten URLs überprüfen. Die Statuscodes sollten alle 301 (Redirect) anzeigen. Gibt es 404-Fehler, fehlt ein Redirect.

T: Kann man das nur mit Screaming Frog prüfen? Das Tool kostet ja Geld, wenn auch nicht viel. Gibt es kostenlose Alternativen wie die Google Search Console?

S: Das geht auch in der Search Console. Wenige Tage nach dem Go-live erscheinen dort Warnungen und Fehlerberichte.

Sie finden dort auch Berichte über 404-Fehler und können sehen, ob diese plötzlich ansteigen oder wie sich die Sichtbarkeit entwickelt.

T: Was sind die typischen Fehlerquellen bei so einem Prozess?

Ich erlebe oft, dass beim Wechsel nur das Webbüro und der Kunde involviert sind, aber die Marketingperspektive fehlt – dann denkt niemand daran, den aufgebauten Traffic abzusichern. Das ist aus meiner Sicht die größte Fehlerquelle.

S: Das sehe ich genauso. Viele Webagenturen legen den Fokus auf Design und Features, auf das Außergewöhnliche für die Kunden.

Dabei wird das vergessen, was uns am wichtigsten ist: der Marketingwert.

Beim Wechsel von einer Website zur anderen – egal ob mit oder ohne SEO-Arbeit – wurde immer ein gewisser SEO-Wert aufgebaut, der praktisch kostenlos ist, da man nicht für Klicks wie bei Google Ads oder Facebook zahlt. Einen solchen Wert kann man in Sekunden verlieren.

T: Auch wenn man nie gezielt in SEO investiert hat: Eine ältere Website mit Blog oder Kategorieseiten zieht oft organisch Besucher an – das darf man beim Wechsel nicht verlieren.

S: Absolut.

Noindex auf neuen Seiten entfernen

T: Simon, hast du noch einen letzten praktischen Tipp – etwa eine Methode oder einen Punkt, den man keinesfalls vergessen darf?

S: Ja, einen habe ich noch.

Bei der Entwicklung einer neuen Website setzen alle Webentwickler das Projekt auf „noindex“ und „nofollow“. Das heißt, Google soll die Seite während der Entwicklung nicht crawlen.

Ich habe aber schon erlebt, dass dieses kleine „noindex“-Tag in der Codezeile übersehen wird – es verhindert, dass Suchmaschinen die neue Seite indexieren. Wenn wir das vergessen, hilft die beste Vorbereitung nichts – Google findet die Seite nicht.

T: Das wäre fatal.

S: So einfach – und so folgenreich kann es sein.

T: Wer ernsthaft mit SEO arbeitet, hat beim Website-Wechsel eine Checkliste. Deshalb sollten Unternehmen mit Agentur oder Freelancer zusammenarbeiten, die darauf achten. Es muss immer jemanden geben, der das Thema verantwortet.

Ich sage unseren Kunden, die mit anderen Agenturen arbeiten (z. B. Social Media bei uns, SEO extern): Geben Sie uns eine Stunde zum Prüfen am Tag vor dem Launch, damit wir letzte Fehler finden können. Das empfehle ich allen.

Denn der Aufwand für eine Korrektur ist hoch. Diese Prüfung ist deshalb Pflicht.

S: Sehe ich genauso. Es gibt viele Fehlerquellen. Wir legen immer eine Aufgabenliste an: Was ist vor dem Start zu tun, wer muss beteiligt werden?

T: Es ist auch ein Projektmanagementthema – denn oft sind verschiedene Dienstleister beteiligt.

S: Genau, vom Texter bis zum Geschäftsführer und alle dazwischen: Entwickler, Designer, SEO-Spezialist. Wer macht was? Viele, die manuell Inhalte verschieben.

T: Deshalb braucht es einen „Advocatus Diaboli“ – am besten mit SEO- und Migrationserfahrung.

S: Ich stimme zu. Der SEO-Spezialist muss nicht Projektleiter sein, aber er muss die Umsetzung anstoßen.

T: Mindestens aber sollte er überwachen, damit Fehler vermieden werden. Denn Laien wissen oft nichts von „noindex“.

S: Absolut. Deshalb gibt es Aufgaben vor, während und nach dem Launch – teils noch Wochen und Monate nach dem Go-live.

T: Kurz zusammengefasst: Gründliche Vorbereitung, Redirects, URL-Mapping ist extrem wichtig, alle Inhalte müssen korrekt übertragen werden und das „noindex“ entfernt werden.

Das sind die drei wichtigsten Punkte. Und als Ergänzung: Bestimmen Sie jemanden als SEO-Advocatus, der vor dem Go-live prüft, ob alles passt.

Wenn nicht, muss der Launch verschoben werden – zur Not auch um einen Monat. Alles andere wäre zu teuer. Es muss jemanden geben, der darauf achtet.

S: Das stimmt.

T: Simon, danke, dass du uns dein Wissen hierzu nähergebracht hast.

S: Sehr gerne. Danke für die Einladung.

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