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Episode 19: Amazon SEO – So wirst du Nummer #1 auf Amazon!

Lerne in dieser Folge des WeMarket Podcasts, wie du deine Sichtbarkeit auf Amazon optimierst! Erhalte Tipps, wie du zur Nummer 1 wirst!

13 Jan. 2025 16Min. AudioThomas HaurumThomas Haurum

Amazon SEO – So wirst du Nummer #1 auf Amazon!

72 % aller Verkäufe auf Amazon erfolgen organisch.

Aber wie schaffst du es auf Seite 1, wenn tausende andere Verkäufer dasselbe Produkt anbieten?
Wertvolle Einblicke gibt es von unserem heutigen Gast in dieser Podcast-Episode, die sich ganz um SEO auf Amazon dreht.

Hier die ganze Episode lesen

Thomas (T): Heute sprechen wir über SEO auf Amazon und wie man eine Top-Platzierung erreicht, wenn Nutzer nach deinen Produkten suchen.

Deshalb bist du heute dabei, Jens, du bist unser Head of Amazon.

Willkommen.

Jens (J): Vielen Dank.

T: Ich bin überzeugt, dass du uns zu diesem Thema weiterbringen kannst. Das werden wir gleich sehen.

J: Das hoffe ich.

T: Lass uns am besten ganz von vorne anfangen … Sagen wir, man ist auf Amazon. Ich habe dort Produkte gelistet.

Wie sieht es mit der Suchmaschine innerhalb von Amazon aus? Ist das wichtig? Vielleicht eine suggestive Frage.

J: Ja, wenn du Produkte verkaufen möchtest, solltest du dich auf jeden Fall damit befassen, falls noch nicht geschehen.

Amazon ist im Grunde eine Suchmaschine wie Google, mit dem Unterschied, dass die Kunden hier die Produkte auch tatsächlich kaufen. Und was wichtig ist zu verstehen: Ich denke, die meisten wissen, wie wichtig SEO bei Google ist. Der Unterschied ist jedoch, dass in Ländern wie Deutschland, den USA, England usw. Amazon eine noch größere Suchmaschine als Google ist.

Deshalb sollte man sich auf SEO konzentrieren, wenn wir über Amazon sprechen. Es geht darum, dass du bei einer Produktsuche auf Amazon möglichst weit oben stehst, um Verkäufe zu erzielen.

T: Ja, ja, die Klicks gehen an diejenigen, die –

J: Genau. Nehmen wir an, ein Kunde sucht in Deutschland nach den Kopfhörern, die wir gerade tragen – da gibt es vielleicht 2.000 Angebote.

T: Kopfhörer also. Das sind –

J: Kopfhörer, Headset, also Ohrhörer. Es gibt vielleicht 130.000 Suchanfragen pro Monat dafür und vielleicht 2.000 oder 3.000 Anbieter.

Das sind viele Seiten, die ein Kunde durchgehen müsste, wenn er sich alle anschauen wollte. Das machen die Käufer aber nicht. Sie klicken auf die passenden Angebote mit dem richtigen Preis auf Seite eins.

Wenn du nicht auf Seite eins bist, machst du es dir extrem schwer.

T: Um die Zuhörer und Zuschauer zu motivieren … Wie ist die Umsatzverteilung bei Amazon? Wie viel kommt organisch, wie viel über Anzeigen? Gibt es dazu Zahlen?

Der Großteil der Verkäufe auf Amazon ist organisch

J: Es gibt eine Zahl, die besagt, dass etwa 72 Prozent aller Verkäufe auf Amazon über organische Platzierungen erfolgen. Auch wenn Werbung auf Amazon extrem wichtig ist, ist SEO genauso entscheidend.

Und ich kann sagen … Gerade wenn wir einen neuen Kunden übernehmen oder wenn wir einen bestehenden Amazon-Kunden übernehmen, sieht man die Ergebnisse der Arbeit sehr schnell. Es ist SEO, das den größten Unterschied macht, wie viel du zügig verkaufst.

Man kann es natürlich auch mit Anzeigen schaffen, aber dort geht es um das Budget – wie viel bist du bereit zu investieren?

Der SEO-Bereich … Wir sehen wirklich beeindruckende Ergebnisse, was für einen riesigen Unterschied das macht.

T: Aber wie schwer kann das wirklich sein, frage ich mich, zum Beispiel bei Produkten.

Auf Google optimiert man ja auch Produkte, aber ein großer deutscher Webshop mit 20.000 Produkten legt sehr viel Wert auf Kategorie-Suchbegriffe und will ganz oben bei den Kategorien stehen.

Aber bei Amazon ist es … Geht es um Kategorie und Produkt, und wie schwer ist das?

J: Nein, es geht auf Produktebene.

Wenn du zum Beispiel solche Kopfhörer wie wir jetzt verkaufst, heißt das Headset, Kopfhörer, Gaming Headset, PC-Headset, Kopfhörer mit Mikrofon, Kopfhörer mit Kabel – ich könnte noch viele Begriffe aufzählen.

Alle diese Suchanfragen sind absolut relevant für die Kopfhörer, die wir gerade tragen.

T: Dann muss man das wohl einfach in die Produktbeschreibung schreiben?

J: Genau. Darauf kommt es an. Man muss aber erst herausfinden, welche Suchbegriffe relevant sind.

Dazu analysiert man natürlich: Okay, das ist zum Beispiel ein Gaming Headset. Dann nutzt man Tools von Drittanbietern, um herauszufinden, wie groß das Suchvolumen ist. Das machen wir jeden Tag.

Oder man nimmt einen Konkurrenten, der Bestseller ist, und analysiert, auf welche Suchbegriffe sie organisch ranken.

Dann geht es darum, möglichst viele dieser Begriffe in der Überschrift und den Bulletpoints unterzubringen – ohne dass der Text unleserlich wird. Er muss immer noch sinnvoll und ansprechend für den Kunden sein. Aber die Headlines, Produktbeschreibungen und Bulletpoints auf Amazon unterscheiden sich deutlich von denen auf deiner eigenen Website.

Wir sagen immer: Die Texte auf Amazon dienen dazu, Traffic zu generieren. Die Bilder hingegen sorgen für die Conversion. Alles, was in Überschrift und Bulletpoints steht, solltest du in den Bildern mit Infografiken etc. visualisieren.

Die Texte … Ja, das ist ein bisschen wie Keyword-Stuffing. Es geht darum, möglichst viele relevante Suchbegriffe in deine Produktbeschreibung einzubauen.

Das Beste daran ist, wenn wir mit einem Kunden arbeiten, der schon auf Amazon verkauft. Wir analysieren dessen Produkt und stellen beispielsweise fest, dass es 17.288 Suchanfragen pro Monat für dieses Produkt gibt – aber ein bestimmtes Keyword mit 40.000 Suchanfragen wird gar nicht genutzt. Dann muss dieses Keyword unbedingt in die Überschrift oder die Bulletpoints integriert werden.

Es ist also extrem wichtig, dass man sich entweder selbst um diese Arbeit kümmert und Tools verwendet, die diese Informationen liefern. Nur so kann man es richtig machen und die wichtigsten Suchbegriffe priorisieren.

Bilder sind auf Amazon entscheidend

T: Was ich bei Amazon im Vergleich zu anderen Onlineshops besonders finde, sind die Infografiken und die Bilder.

In einem deutschen Onlineshop gibt es oft ein einziges Bild von den Lederstiefeln – vielleicht noch eine 360-Grad-Ansicht.

Auf Amazon gibt es aber meist 15 Bilder, darauf sieht man kleine Lineale, die die Höhe zeigen, und vielleicht sogar das Bild der Kuh, von der das Leder stammt. Es ist eine ganz andere Herangehensweise.

Aber wie wichtig ist die Optimierung der Bilder? Zum Beispiel die Benennung oder die Beschriftung?

Kannst du das erläutern?

J: Ja, also … Was die Benennung angeht: Gib dem Bild am besten die interne Amazon-Artikelnummer. Das reicht.

Die Benennung selbst ist nicht so entscheidend. Aber die Art, wie du deine Bilder gestaltest, ist sehr relevant.

Nehmen wir als Beispiel einen Stiefel. Aber ich finde, ein Sofa ist ein noch besseres Beispiel.

Wenn ich ein Sofa kaufe oder im Laden eins finde, das mir gefällt, frage ich immer nach den Maßen.

Wie hoch ist es? Wie tief? Wie breit?

T: Du bist gut vorbereitet. Ich würde es einfach kaufen und aufstellen.

J: Das kann man natürlich auch machen.

Und ich persönlich frage auch, wie viel Gewicht das Sofa tragen kann – einfach, um sicherzugehen. Das ist eine relevante Information, die du auch in der Produktbeschreibung, Überschrift und den Bulletpoints schreiben solltest.

Aber heutzutage sind wir sehr visuell geprägt. Was du im Text erklärst, solltest du auf den Bildern auch zeigen.

Das heißt: Zeig auf dem Bild exakt, wie hoch, wie breit usw. das Produkt ist.

T: Das schreibt man direkt ins Bild?

J: Ja, genau. Das steht dann direkt auf dem Bild. Und jetzt könnte man denken: Ist das nicht etwas merkwürdig, dass Amazon das so macht?

T: Ein Deutscher würde vielleicht sagen: Sieht das nicht etwas unschön aus? Aber andererseits ist es eigentlich komisch, das nicht so zu machen.

J: Es gibt einen Grund, warum Amazon so hohe Conversion-Rates hat. In einem deutschen Onlineshop liegt die Conversion vielleicht bei 2-3 Prozent – das ist schon ziemlich gut, oder?

T: Ja, kommt auf die Branche an, aber nehmen wir das mal als Maßstab.

J: Auf Amazon sind 15 bis 20 Prozent keine Seltenheit. Da kann man sich schon fragen, ob Amazon da vielleicht etwas richtig macht.

T: In einem deutschen Möbelshop steht irgendwo im Fließtext, wie groß der Stuhl ist – statt diese Infos direkt auf dem Bild zu zeigen. Das ist eigentlich verrückt.

J: Wir sind heute so schnelllebig, dass niemand Zeit hat, die Infos zu suchen. Wenn die Größe nicht sofort ins Auge springt, verlieren die Leute das Interesse – besonders auf Amazon.

Deshalb arbeiten wir intensiv an der Optimierung der Bilder, damit sie für Amazon passen. Ganz grundsätzlich gilt:

Wer auf Amazon verkaufen will, muss sich um die eigene Marke kümmern, sollte eine visuelle Identität und eine eigene Tonalität haben. Aber wir dürfen nicht vergessen: Amazon hat das Online-Shopping in allen Ländern, in denen sie aktiv sind, geprägt.

Das erfordert Umdenken. Wer dazu nicht bereit ist, muss auf die Millionenumsätze auf Amazon verzichten.

T: Also kann man nicht … Man kann eigentlich keine Meinung dazu haben, ob man eine Lineal-Grafik will oder nicht –

J: Nein, das kann man nicht. Oder doch – aber es ist entscheidend für den Erfolg.

T: Gibt es Mindestanforderungen an Text oder eine Mindestanzahl von Bildern, um ein Produkt überhaupt listen zu können?

J: Du brauchst ein Hauptbild – ein Packshot auf weißem Hintergrund. Das ist Pflicht.

Hack, um sich mit Bildern abzuheben

T: Kann man auch Videos hochladen?

J: Ja, du kannst sieben Bilder einstellen und Videos zu deinem Produkt hinzufügen. Video wird immer wichtiger. Bei unseren Kunden sehen wir, dass Produkte mit Video-Inhalten deutlich besser verkaufen, sobald ein Video verfügbar ist.

Ein kleiner Hack in Bezug auf Bilder: Wenn du auf Amazon nach einem Produkt suchst, siehst du auf den Suchergebnisseiten lauter Produkte auf weißem Hintergrund – das ist Amazons Vorgabe.

Ein Tipp: Das Bild sollte mindestens 1000×1000 Pixel groß sein. Mach es lieber 2000×2000 Pixel und füge einen weißen Rahmen um das Bild hinzu.

Zeig deine Stiefel an einer Person oder einen Spiegel in einem Wohnzimmer und speichere das Bild als JPEG. So erkennt Amazon das Bild als konform mit dem weißen Hintergrund, weil der Rahmen weiß ist.

T: Genialer Hack!

J: Dadurch sticht dein Produkt auf der Suchergebnisseite heraus, obwohl alle anderen einen weißen Hintergrund haben.

Das ist ein kleiner Tipp.

T: Man kann das Produkt also im passenden Umfeld zeigen, solange der weiße Rand da ist.

J: Genau. Die Amazon-Richtlinien werden damit vielleicht nicht ganz erfüllt, aber ich habe noch nie erlebt, dass das ein Problem war.

T: Zum Glück versteht Amazon kein Deutsch.

Keywords in anderen Sprachen

J: Genau. Bilder sind wichtig – und der Text auch.

Eine gute Überschrift sollte natürlich relevante Suchbegriffe enthalten, aber auch immer angeben: Welche Marke ist es? Um welches Produkt handelt es sich? Welche Farbe? Welche Größe? Das erwarten die Kunden auf Amazon.

Bei den Bulletpoints: Die ersten drei von insgesamt fünf Bulletpoints sollten unbedingt die relevanten Keywords enthalten. In jedem Bulletpoint kannst du bis zu 500 Zeichen unterbringen.

Und dann gibt es noch den Aspekt, dass zum Beispiel in den USA die meisten auf Englisch suchen.

Aber in den USA gibt es auch viele, die Portugiesisch oder Spanisch sprechen. Und diese Nutzer suchen einfach direkt auf Spanisch.

Eine gute Idee ist daher, zu prüfen, ob es Begriffe gibt, die unterschiedlich geschrieben werden. Zum Beispiel Collagen: In Deutschland kann es mit K oder C geschrieben werden – beide Schreibweisen haben fast gleich viele Suchanfragen.

Du kannst sogenannte Backend-Keywords nutzen. Das sind Keywords, die im Produkt hinterlegt werden, die Kunden aber nicht sehen, auf die du trotzdem ranken möchtest. Das kann auch eine gängige Schreibweise mit Tippfehler sein.

Wir beobachten bei unseren Kunden ständig, wie hoch das Suchvolumen für die jeweiligen Produkte ist, wie wir organisch ranken usw. Es ist beeindruckend zu sehen, was für einen Unterschied das machen kann. Und anders als bei Google muss man nicht Monate oder Jahre auf Ergebnisse warten – es geht sehr schnell.

T: Das muss man tatsächlich nicht, das kann ich bestätigen. Das liegt aber auch daran, dass du bei uns im Amazon-Team sitzt.

Eine Frage habe ich aber noch: Hast du eigentlich mal Collagen-Produkte ausprobiert? Deine Haut sieht so straff und frisch aus.

J: Ja, ich habe tatsächlich schon immer Komplimente für meine Gesichtshaut bekommen.

T: Du legst Wert auf persönliche Hygiene.

J: Aber sicher doch.

T: Okay, Backend-Keywords. Interessant, das wusste ich gar nicht.

Wenn du jetzt vielleicht 4-5 Tipps für Amazon SEO zusammenfassen solltest: Was sind die fünf wichtigsten Punkte?

Die 5 wichtigsten Faktoren für Amazon SEO

J: Die fünf wichtigsten Faktoren für SEO sind:

  • Relevante Suchbegriffe.
  • Wenn du keinen Zugang zu Tools hast, schaff dir welche an. Oder schau dir den stärksten Konkurrenten an, der in der Kategorie am meisten verkauft. Mach es wie er.
  • Stelle sicher, dass deine relevanten Keywords auch im Backend hinterlegt sind, damit Kunden sie nicht sehen müssen.
  • Die Bilder müssen stimmen.
  • Und zuletzt – worüber wir noch nicht gesprochen haben: die Conversion.

Wenn ein Kunde auf dein Produkt klickt, ist es entscheidend, dass er kauft.

Wenn nicht, sinkt dein organisches Ranking – das wirkt sich direkt auf dein SEO aus.

Das waren eigentlich erst vier …

T: Nein, ich würde sagen, das waren fünf. Aber –

J: Ich habe noch einen sechsten. Den will ich noch erwähnen.

T: Dann los!

J: Werbung. Werbung auf Amazon nutzt du auch, um deine organischen Platzierungen zu verbessern.

Die Suchbegriffe, auf die du unbedingt ranken willst, solltest du im Anzeigenmodul nutzen. Dann zahlst du gezielt für die Platzierung – und mit jedem Klick und Kauf steigst du auch organisch weiter nach oben.

T: Das ist übrigens ein riesiger Unterschied zu Google, wo man sich keine organischen Rankings kaufen kann. Auf Amazon ist es lebenswichtig, dass gehandelt wird. Und wenn das Produkt zum Beispiel über Amazon FBA läuft, braucht es eine hohe Umschlagshäufigkeit. Man muss Produkte verkaufen, Produktbewertungen auf Amazon sammeln und echte Kunden generieren. Das kann man durch Werbung pushen –

J: Und Amazon ist wie eine riesige Schneekugel. Wenn sie einmal ins Rollen kommt, nimmt die Dynamik extrem zu.

T: Man muss also diese Anfangsphase überwinden, ich nenne sie mal Karenzphase. Es braucht am Anfang eine Investition.

J: Ja, das braucht es.

T: Um richtig Fahrt aufzunehmen.

J: Genau, das ist nötig.

T: Darauf muss man vorbereitet sein. Das gilt auch, wenn die SEO-Arbeit auf Amazon erst zu 70 Prozent abgeschlossen ist.

Wenn du den Preis für dein Produkt halbierst, um erste Verkäufe zu generieren, kann das ein Mittel zum Zweck sein.

J: Genau. Richtig.

T: Okay, Jens. Ich denke, das waren 5-6 richtig gute Tipps für –

J: Ja, und wie gesagt: Wenn offene Fragen bestehen oder jemand neugierig ist, kann er sich jederzeit an uns wenden.

Wir erzählen gern mehr dazu. Also melde dich gern bei uns.

T: Jens, danke, dass du uns beim Thema Suchmaschinenoptimierung auf Amazon einen Einblick gegeben hast.

Wenn du, lieber Zuhörer oder Zuschauer, eine E-Mail bekommen möchtest, sobald eine neue Folge online ist, kannst du dich unter wemarket-digital.de/blog/ mit deiner E-Mail-Adresse eintragen.

Danke für’s Zuhören oder Zuschauen – und einen schönen Tag!

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