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Hast du Kontrolle über deine Google Ads Anzeigen?

Verschaffe dir Kontrolle über deine Google Ads-Anzeigen und lerne, wie du deine Kampagnen optimierst, um die Anzeigenperformance zu maximieren und bessere Ergebnisse zu erzielen.

01 Jan. 20254Min. LesezeitMartin Langborg HansenMartin Langborg Hansen

Das Tempo, mit dem Google ständig neue Änderungen und Möglichkeiten in Google Ads einführt, kann einem schon den Atem rauben.

Da fragt man sich schnell: Habe ich eigentlich wirklich alles im Griff und Kontrolle über meine Google Ads Anzeigen?

Tatsächlich ist es das Ziel von Google, dass man seine Google Ads-Konten so einrichten kann, dass man Ziel, Fokus und Tagesbudget festlegt und das System dann die Anzeigenschaltung nahezu eigenständig übernimmt. Mit einem guten Überblick und einer klaren Struktur kann das durchaus funktionieren.

Viele möchten dennoch gerne etwas Kontrolle über ihre Anzeigen behalten und nicht Google komplett das Feld überlassen. Um einen besseren Überblick über die Anzeigenschaltung zu bekommen, prüfen die meisten, welche Suchbegriffe Klicks und damit Kosten verursachen. So hat man zumindest die Finanzen etwas im Blick.

Die wenigsten kontrollieren jedoch die grundlegende Einrichtung oder schauen genauer hinter die Zahlen – doch genau das kann zu Überraschungen führen, auch wenn auf den ersten Blick alles in Ordnung erscheint.
Denn Google informiert nicht immer transparent über die durchgeführten Änderungen – und diese können sich erheblich darauf auswirken, wie dein Google Ads-Konto arbeitet und performt.

Wenn du also nicht alles Google überlassen möchtest, bekommst du hier einige Tipps, wie du mehr Kontrolle über dein Google Ads-Konto gewinnst.

Es geht um:

1. Das Budget
2. Die Steuerung deiner Suchbegriffe (= Kostenkontrolle)
3. Wie du verhinderst, dass das Konto eigenständig Anzeigen erstellt

1. Das Budget – Hast du wirklich die volle Kontrolle darüber, wie viel Google Ads täglich ausgeben kann?

Wenn du eine neue Kampagne erstellst, musst du das Tagesbudget festlegen. Damit wird sichergestellt, dass das maximale Budget nicht versehentlich überschritten wird.

In der Eile beim Anlegen vieler Kampagnen übersieht man jedoch schnell das insgesamt mögliche Tagesbudget für alle Kampagnen zusammen.

Wenn du beispielsweise eine neue Kampagne aufsetzt und dazu eine bestehende Kampagne kopierst, kann der Überblick verloren gehen. Hat die bestehende Kampagne ein Tagesbudget von 1.000 € – dann hast du mit der neuen Kampagne automatisch 1.000 € zusätzlich eingeplant.

Lösung: Nutze gemeinsame Budgets.

Zum Glück kannst du den Verbrauch mit dem festgelegten Tagesbudget recht genau steuern. Zwar schwankt der tatsächliche Tagesverbrauch, aber Google trifft meist das richtige Monatsbudget.

Allerdings kann Google an einzelnen Tagen bis zum Doppelten des Tagesbudgets ausgeben!
Grund zur Panik besteht jedoch nicht, da das System am Monatsende wieder das vereinbarte Gesamtbudget erreicht.

Wenn du – oder dein Chef – jedoch verhindern willst, dass das Tagesbudget überschritten wird, wird es etwas komplexer.

Lösung: Das kannst du aber mit “automatisierten Regeln” lösen – das ist weniger kompliziert, als es klingt.

Mehr zum Thema automatisierte Regeln findest du hier: So nutzt du automatisierte Regeln bei Google Ads effektiv

2. Hast du Kontrolle über deine Suchbegriffe – welche Suchanfragen lösen deine Anzeigen tatsächlich aus?

Ein bekanntes “Trick” zur Vermeidung teurer Suchbegriffe ist der Einsatz von Long-Tail-Keywords, z.B. “VW Golf VII 1,6 TDi 110 BlueMotion” statt nur “VW Golf”. Damit nimmt man in Kauf, dass es weniger Suchanfragen gibt und man viele Long-Tail-Keywords benötigt, um ausreichend Traffic zu generieren.

Oft stößt man dabei auf das Problem “Geringes Suchvolumen” und es kann passieren, dass die Anzeigen gar nicht ausgespielt werden, obwohl das Keyword perfekt zum Angebot passt.
Um dennoch genügend Traffic zu erhalten, müssen teils auch breitere Keywords genutzt werden.

Glücklicherweise kannst du mit den sogenannten Match Types Exact, Phrase und Broad Match steuern, wie breit z.B. “VW Golf” ausgespielt wird. Vor allem, wenn du sie in eigenen Anzeigengruppen oder Kampagnen verwendest, erhältst du mehr Kontrolle.

Exact Match konvertiert oft besser, daher empfiehlt es sich, diese separat zu behandeln.
Interessant wird es hier, sich anzusehen, welche Suchanfragen Nutzer tatsächlich verwendet haben – also die Suchbegriffe.
Wenn du die Match Types nicht getrennt organisierst, wird es schnell unübersichtlich, zu erkennen, welche Keywords durch welche Suchanfragen ausgelöst wurden. Noch ein Grund mehr, Anzeigengruppen zu trennen.

Lösung: Es gibt einen kleinen Trick, um zu sehen, welche Suchbegriffe zu bestimmten Keywords gehören. Wenn du ein Keyword auswählst, erscheint die Option, die verwendeten Suchbegriffe einzusehen:

Hinweis: Wenn du Broad Match ohne das “+” vor dem Keyword verwendest, solltest du genau prüfen, welche Suchanfragen tatsächlich die Anzeigen auslösen. Hier können sonst auch Suchen mit deinem Markennamen landen und die Übersicht verzerren.

“Exact Match Keywords sind längst nicht mehr so exakt wie früher…”

Leider hast du auch bei Exact Match Keywords nicht mehr die volle Kontrolle, da Google hier die Grenzen aufweicht – das kann positiv wie negativ sein.

Das Negative: Google zeigt deine Anzeigen bei ähnlichen Suchanfragen – sogenannten “Exact Match (relevante Varianten)”. Beispielsweise könnte “VW Golf Van” als relevante Variante für “VW Golf” gewertet werden – was je nach Fall sinnvoll oder nicht sinnvoll ist. Das führt zu mehr Klicks (und somit Kosten) und meist zu einer etwas schlechteren Conversionrate.

Das Positive: Es kann dafür auch zu mehr Conversions führen.

Lösung: Leider keine.

Du kannst diese Funktion nicht abschalten.

Du kannst natürlich regelmäßig die Suchbegriffsübersicht prüfen und bestimmte Varianten ausschließen, aber das entspricht nicht wirklich effektiver Kontrolle.

Es gibt tatsächlich eine “Lösung”, aber die ist etwas aufwendiger.
Mit sogenannten Scripts (fortgeschrittene Regeln) können diese “relevanten Varianten” erkannt und zum Beispiel automatisch pausiert werden, wenn sie eine Zeit lang nicht konvertiert haben. Solche Scripts findest du kostenlos auf anerkannten Seiten – aber: Einmal aktiviert, gibt es “kein Zurück”, daher empfiehlt sich der Einsatz durch einen Experten.

3. Wenn dein Konto plötzlich eigenständig Anzeigen erstellt

Klingt merkwürdig, aber es kann vorkommen, dass das System eigenständig neue Anzeigen anlegt. Beim ersten Mal staunt man nicht schlecht:

Bisher haben wir dabei noch keine gravierenden Fehler erlebt, aber man verliert die Kontrolle über seine Anzeigentexte.Lösung: Wenn automatische Anzeigen erstellt werden, wirst du darüber in den Benachrichtigungen informiert und kannst diese Funktion zudem deaktivieren:

Wer seine Google Ads-Konten jedoch nicht regelmäßig überprüft und diese Funktion nicht deaktiviert hat, kann hier eine böse Überraschung erleben.

Das waren meine 3 Tipps, wie du den Überblick und die Kontrolle über dein Google Ads-Konto verbesserst. Benötigst du Unterstützung bei deinen Google Ads oder Hilfe bei der Einrichtung deiner Kampagnen, dann kontaktiere uns gerne.

Kontaktiere uns hier – natürlich vollkommen unverbindlich

Noch mehr zum Thema Google Ads-Einrichtung findest du in diesen Blogartikeln:

6 Dinge, die du über Google Ads wissen solltest
Einführung in Google Ads
Mehr Traffic mit deinen Brand Keywords generieren

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