So rankst du in den neuen Suchmaschinen
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Lerne, wie du deine CTR (Klickrate) bei Google verbesserst und erhalte Tipps zur Optimierung deiner Anzeigen und organischen Suchergebnisse, um mehr Besucher zu gewinnen.
Frage: „Wo ist der beste Ort, um eine Leiche zu verstecken?“
Antwort: „Auf Seite 2 bei Google!“
Das ist ein altbekannter Witz aus der SEO-Welt. Nur sehr wenige Nutzer gehen nach einer Suche auf Seite 2 bei Google. Das gilt tatsächlich auch für die unteren Ergebnisse auf Seite 1. Die Frage könnte also auch lauten, wie lange es dauern würde, bis eine Leiche entdeckt wird, wenn sie in einem der unteren Ergebnisse auf Seite 1 versteckt wäre.
Mit anderen Worten: Das meiste passiert ganz oben in den Suchergebnissen.
In diesem Blogbeitrag bekommst du einen Eindruck davon, wie groß der Unterschied ist, ob deine Website auf Platz 1 oder Platz 10 in den Google-Ergebnissen steht. Beide Positionen befinden sich zwar auf der ersten Seite, aber es reicht nicht, einfach nur auf Seite 1 zu landen – um einen deutlichen Unterschied beim Traffic zu spüren, musst du unter die Top-Ergebnisse kommen.

Quelle: Advanced Web Ranking, CTR Study, Januar 2019. Alle Suchanfragen
Oben siehst du die prozentuale Verteilung der Klicks (CTR) je nach Position für alle Suchanfragen. Die Zahlen stammen aus Januar 2019, sind aber das ganze Jahr über relativ stabil. Die blaue Grafik zeigt die Verteilung bei Desktop-Suchanfragen, die rote Grafik die Verteilung bei mobilen Suchanfragen. Die Kurven verlaufen relativ ähnlich, abgesehen von Position 1, die bei Desktop eine höhere CTR als bei Mobilgeräten hat. Ein paar Variablen, die hier eine Rolle spielen können, sind, dass Mobilgeräte oft für die Recherche vor dem Kauf genutzt werden, während der eigentliche Kauf dann am Desktop erfolgt. Außerdem sind Position 0 (Google My Business, Featured Snippets usw.) meist bei mobilen Suchen dominanter.

Quelle: Advanced Web Ranking, CTR Study, Januar 2019. Brand- vs. Non-Brand-Suchanfragen
Die obige Grafik zeigt die CTR-Verteilung aufgeteilt in Markensuchanfragen (blau) und generische Suchanfragen (rot).
Wie man sieht, liegt die CTR bei Markensuchanfragen generell höher, was daran liegt, dass Nutzer hier meist schon genau wissen, wonach sie suchen. Advanced Web Ranking definiert Markensuchanfragen so, dass das Suchwort Teil des Domainnamens ist.

Quelle: Advanced Web Ranking, CTR Study, Januar 2019. Kommerzielle Suchanfragen
Die obenstehende Grafik zeigt, wie sich die CTR bei kommerziellen Suchanfragen verteilt. Das sind Suchanfragen, die Begriffe wie „kaufen, Preis“ usw. enthalten. Die Grafik ähnelt den anderen – am meisten wird auf das erste Ergebnis geklickt, gefolgt von den weiteren Top 3 Ergebnissen.
Unten findest du eine Übersicht, wie sich die CTR im Durchschnitt auf die verschiedenen Positionen der ersten Google-Seite verteilt. Wie du siehst, gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen der CTR auf Position 1 und Position 10 – und damit große Unterschiede beim Traffic, auch wenn man denken könnte, es reicht, auf Seite 1 zu sein.

Außerdem sollte man beachten, dass die CTR zwar nur ein Prozentwert ist, aber auch das Suchvolumen des jeweiligen Keywords eine wichtige Rolle spielt. Wenn du bei einem Keyword mit durchschnittlich 10 Suchanfragen pro Monat auf Platz 1 bist und eine CTR von 35 % hast, bekommst du 3,5 Besuche pro Monat. Auf Platz 2 bei einem Keyword mit 100 Suchanfragen pro Monat und einer CTR von 15 % hast du hingegen im Schnitt 15 Besuche pro Monat. Es kann also sinnvoller sein, auf Platz 2 bei einem stark gesuchten Keyword zu landen als auf Platz 1 bei einem wenig gesuchten Keyword.
Befindest du dich dagegen auf Platz 10, wirst du nur wenig Traffic erhalten – selbst bei Keywords mit vielen monatlichen Suchanfragen. Bei 1.000 monatlichen Suchanfragen erhältst du auf Position 10 mit einer CTR von etwa 1,5 % nur 15 Besucher im Monat. Schaffst du es hingegen auf Platz 3 mit einer CTR von ca. 10,75 %, versiebenfachst du deinen Traffic. Wenn du sogar auf Position 1 mit etwa 30 % CTR landest, verzwanzigfachst du deinen Traffic.
In der Realität liegt die Conversion-Rate allerdings selten bei 100 %, daher sind Klicks nicht der einzige Faktor. Die Conversion-Rate hängt zudem davon ab, wie du eine Conversion definierst. Es ist beispielsweise einfacher, Newsletter-Anmeldungen zu erzielen, als tatsächlich einen Verkauf zu generieren.
Im Folgenden habe ich ein paar Beispiele aufgelistet, welche Auswirkungen die Position auf Seite 1 bei einer angenommenen Conversion-Rate von 5 % hat:
Beispiel bei Position 10:
Monatliche Suchanfragen: 1.000
Durchschnittliche Position: 10
CTR für Position 10: 1,5 %
Conversion-Rate: 5 %
Von den 1.000 Suchanfragen erhältst du 15 Besucher pro Monat.
Von diesen 15 Besuchern erzielst du 0,75 Conversions pro Monat.
Gleiches Beispiel für Position 1:
Monatliche Suchanfragen: 1.000
Durchschnittliche Position: 1
CTR für Position 1: 30 %
Conversion-Rate: 5 %
Von den 1.000 Suchanfragen erhältst du jetzt 300 Besucher pro Monat.
Von diesen 300 Besuchern erzielst du 15 Conversions pro Monat.
Der Unterschied ist im obigen Beispiel klar erkennbar: Statt alle 40 Tage eine Conversion bei Position 10 zu erzielen, erhältst du bei Position 1 alle zwei Tage eine Conversion. Überlege dir außerdem, wie groß der Abstand zwischen den Anfragen wäre, wenn es statt 1.000 nur 100 monatliche Suchanfragen gäbe, wie es in den obigen Beispielen angenommen wurde.
Das Fazit ist daher eindeutig:
Wenn du dich fragst, ob es sich lohnt, nach den Top-Positionen zu streben oder ob es reicht, einfach auf Seite 1 zu sein – auch wenn es ganz unten ist – dann ist die Antwort: Ja, es lohnt sich. Auch wenn es mehr Ressourcen kostet, die Top 3 zu erreichen, gibt es dort deutlich mehr Klicks und Conversions als am unteren Ende der Seite.
Die obenstehenden Tabellen und Grafiken basieren auf Daten von Advanced Web Ranking, die monatlich unter anderem die Bedeutung von Keyword-Positionen messen. Je nach Grafik wurden bis zu 10.000.000 Keywords von knapp 85.000 verschiedenen Websites ausgewertet. Die Studie ist international angelegt, daher kann es je nach Zielland der SEO-Maßnahmen zu kleineren lokalen Unterschieden kommen.
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