Episode 39 – Amazon als Kunde: Einblick in Vendor Central
Erhalten Sie Einblick in Amazon Vendor Central: Vorteile, Herausforderungen und Erfahrungen beim direkten Verkauf an Amazon als Lieferant über deren B2B-Plattform.
Tauchen Sie ein in Amazon FBA mit einer ausführlichen Übersicht über das Was, Wie und Warum in dieser Episode des WeMarket Podcasts!

In Folge 12 unserer Podcast-Reihe sprechen wir über Amazon FBA – ein Thema, zu dem wir häufig viele Fragen in unserem Posteingang erhalten. Für diese Folge haben wir Jens Vittrup Thomsen eingeladen, der als Head Of Amazon bei WeMarket tätig ist.
FBA steht für Fulfillment by Amazon und ist ein Service, der Verkäuferinnen und Verkäufern auf Amazon dabei unterstützt, den Versand an Amazon auszulagern. Amazon lagert, kommissioniert, verpackt, versendet und liefert die Produkte. Gleichzeitig übernimmt Amazon auch den Kundenservice und die Retourenabwicklung.
Hören Sie in Folge 12 rein und erfahren Sie noch mehr über FBA – so können Sie den Verkauf Ihrer Produkte richtig ankurbeln.
Sie können entweder als Verkäufer oder als Käufer auf Amazon aktiv sein. Als Käufer profitieren Sie z. B. von einer Prime-Mitgliedschaft, die viele Vorteile bietet wie Streaming, TV, Hörbücher – das Wichtigste ist jedoch der schnellere Versand und kostenloser Versand für alle auf Amazon als Prime gekennzeichneten Artikel.
Als Verkäufer haben Sie die Wahl zwischen MFN und FBA. FBA ermöglicht es Ihnen, Produkte als Prime-Artikel zu verkaufen, was ein großer Vorteil sein kann. Stellen Sie sich vor: Ein Prime-Kunde stöbert durch die Produkte und findet zwei nahezu identische Artikel – einer ist Prime, der andere nicht. Für welches Produkt wird sich der Kunde entscheiden? Sehr wahrscheinlich für das Prime-Produkt, da es kostenlosen und schnellen Versand gibt.
So funktioniert FBA:
– Sie verpacken Ihr Lager und senden es an Amazon. Die Menge bestimmen Sie selbst.
– Sobald ein Kunde über Sie bestellt, kommissioniert und verpackt Amazon die Ware und versendet sie.
– Amazon übernimmt anschließend den kompletten Kundenservice sowie mögliche Retouren.
Ohne FBA kann es passieren, dass Sie täglich 300 Bestellungen von Amazon erhalten, die Sie manuell bearbeiten, verpacken und ausliefern müssen. Dies muss innerhalb von 48 Stunden erfolgen und sämtliche weiteren (strengen) Anforderungen von Amazon erfüllen – zusätzlich sind Sie selbst für den Kundenservice verantwortlich. Mit FBA sparen Sie daher viele Ressourcen. Ohne FBA sind Sie Ihren Mitbewerbern gegenüber klar im Nachteil.
Um mit FBA zu beginnen, müssen Sie sich zunächst als Verkäufer und Unternehmen bei Amazon registrieren. Dafür benötigen Sie einige Dokumente wie eine Kopie Ihres Reisepasses, einen Kontoauszug, Adressnachweise und Ähnliches. Dies entspricht einer Bewerbung – anschließend wird Amazon Sie zu einem Video-Call einladen, um Sie als Verkäufer zu verifizieren und freizuschalten.
Nach der Freigabe können Sie mit dem eigentlichen Verkaufsprozess beginnen, also die Produkte anlegen. Für jedes Produkt können Sie individuell entscheiden, ob Sie es selbst versenden möchten oder ob Amazon dies übernimmt. Selbst wenn Sie FBA nutzen, können Sie den Versand einzelner Produkte weiterhin selbst organisieren – beispielsweise, wenn sich einige Artikel leichter eigenständig abwickeln lassen.
Vom Anlegen des Verkäuferkontos bis zum Verkaufsstart vergehen in der Regel etwa 1 bis 1,5 Monate. Diese Zeit können Sie nutzen, um Ihre Produkttexte und Bilder vorzubereiten.
Der Wechsel von MFN zu FBA kann zu deutlichem Unternehmenswachstum führen, da Sie sehr viele Kunden erreichen und gleichzeitig die Kosten erheblich senken können. Amazon übernimmt die Distribution der Produkte zu äußerst günstigen Konditionen.
Beispiel: Wenn Sie z. B. eine einfache Fernbedienung drei Monate lang im Lager haben und alles von Kundenservice über Wareneingang bis Lieferung und Ähnlichem übernommen wird, kostet Sie das zwischen 25 und 28 Kronen.
Gibt es Risiken bei FBA? Nein. Sie können Ihre Waren jederzeit wieder aus dem Lager abziehen, falls der gewünschte Absatz ausbleibt oder Ähnliches.
Mit FBA haben Sie die Möglichkeit, viele verschiedene Länder zu erreichen und verschiedene Märkte zu testen. Beginnen Sie zum Beispiel mit dem Versand an das deutsche Amazon-Lager und verschaffen sich einen Überblick über das Potenzial der anderen Länder. Anschließend können Sie eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer z. B. in Frankreich oder Italien beantragen, falls dort viele Ihrer Kunden sind. So können Sie Ihre Waren in den jeweiligen Amazon-Lagern lagern und sind noch näher an Ihren Kunden.
Bevor Sie mit FBA starten, empfiehlt sich eine gründliche und analytische Vorbereitung. Dazu gehört unter anderem, eine Berechnung darüber anzustellen, wie viel ungefähr verkauft werden wird. So können Sie optimal einschätzen, wie viel an das Amazon-Lager geschickt werden sollte.
Unsere Empfehlung: Überladen Sie Ihr Verkäuferkonto nicht mit allen möglichen Produkten. Starten Sie mit etwa fünf Artikeln und erweitern Sie das Sortiment, wenn Sie die Plattform besser kennen.
Hören Sie sich Folge 12 unserer Podcast-Reihe an, in der Jens auch über die neuesten Entwicklungen bei FBA berichtet – zum Beispiel, wie Sie im Ausland auf eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer verzichten können. Klicken Sie oben auf der Seite auf „Play“ und erfahren Sie mehr.
Wenn Sie Unterstützung beim Thema FBA benötigen, können Sie uns selbstverständlich jederzeit kontaktieren – wir helfen Ihnen gerne weiter.
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