Episode 39 – Amazon als Kunde: Einblick in Vendor Central
Erhalten Sie Einblick in Amazon Vendor Central: Vorteile, Herausforderungen und Erfahrungen beim direkten Verkauf an Amazon als Lieferant über deren B2B-Plattform.
In dieser Folge des WeMarket Podcasts erfährst du alles über die Kosten beim Verkauf auf Amazon! Erhalte wertvolle Einblicke, die dir bei deiner Planung helfen können!

Was glaubst du, was es kostet, auf Amazon zu verkaufen?
Auch wenn es von mehreren Faktoren abhängt, haben wir eine Übersicht in einer Sprache erstellt, die jeder verstehen kann.
Höre oder lies mit und erfahre, was es kostet, Produkte über den größten Marktplatz der Welt zu verkaufen:
Mein Name ist Thomas und ich bin Gründer von WeMarket.
In dieser Episode unseres Videopodcasts sprechen wir darüber, was es kostet, eigene Produkte auf Amazon zu verkaufen.
Viel Spaß dabei.
Thomas (T): Willkommen zu Episode 22 des WeMarket Videopodcasts.
Heute steht meiner Meinung nach ein richtig spannendes Thema auf der Agenda.
Also: Was kostet es, auf Amazon zu verkaufen?
Deshalb habe ich dich, Jens, unseren Head of Amazon, mit ins Studio eingeladen.
Jens (J): Vielen Dank dafür.
T: Herzlich willkommen. Das ist wirklich ein sehr wichtiges Thema.
Das ist die Frage, die alle stellen, und sie beschäftigt jeden, wenn es um Amazon geht.
Denn letztlich ist es eine geschäftliche Frage: Lohnt es sich, und was kostet es?
T: Jens, was kostet es, ein Produkt auf Amazon zu verkaufen?
J: Es kostet dich einen Prozentsatz deines Umsatzes. Du benötigst ein Amazon Seller Central-Konto, um auf Amazon verkaufen zu können. Dafür zahlst du monatlich eine feste Gebühr von 39 EUR. Das ist eine fixe Ausgabe.
Außerdem gibt es eine Gebühr an Amazon, die jedes Mal fällig wird, wenn du ein Produkt verkaufst. Diese Gebühr richtet sich nach der jeweiligen Kategorie. Wenn du zum Beispiel Mobilgeräte oder Kfz-Zubehör verkaufst, zahlst du 7 %.
Verkaufst du beispielsweise ein Sofa, zahlst du 15 % Provision auf die ersten 200 EUR. Für alle weiteren Beträge zahlst du dann 10 %.
Es hängt also von der jeweiligen Produktkategorie ab. Zwischen 7 und 15 % beträgt die Provision, die du an Amazon zahlst. Wie gesagt, die Kategorie ist ausschlaggebend – und der Produktpreis bestimmt, mit welchem Prozentsatz du beginnst und wo er endet.
T: Und die großen Kategorien auf Amazon – ich sage mal Elektronik, Wohnen, und wir haben auch viele Modeunternehmen. Wie sieht es da aus?
J: Ja, Kleidung und alles im Bereich Wohnen, also Sofas, Dekorationsartikel, Teppiche, Bettwäsche und so weiter, liegt bei 15 % bis 200 EUR und sinkt anschließend auf 12-10 % pro verkaufter Einheit. Bei Elektronik gibt es Kategorien mit 7 %, 8 %, teils auch 10 % oder 12 %. Das hängt ganz davon ab, um welches Produkt es sich handelt und wie Amazon es klassifiziert.
T: Gibt es Kategorien, die über 15 % oder unter 7 % liegen?
J: Nein.
T: Okay, das ist also die Preisspanne.
Ich zahle also für den Zugang, um meine Produkte zu verwalten, Etiketten zu drucken usw., und zusätzlich eine Provision pro verkauftem Produkt.
J: Genau.
T: Welche weiteren Kosten gibt es?
J: Du hast zusätzliche Kosten, wenn du Waren im Lager von Amazon lagerst. Also wenn du das Amazon FBA-Modell nutzt, bei dem Amazon den Versand für dich übernimmt – das heißt, du schickst eine oder mehrere Paletten oder Kartons mit Produkten an Amazon.
Die Produkte liegen dann bei Amazon auf Lager, bis sie verkauft sind oder du Nachschub schickst. Dafür fällt eine monatliche Lagergebühr an, die sich nach dem genutzten Lagerplatz richtet.
Heißt: Für Sofas zahlst du mehr – wobei es immer noch günstiger ist, als wenn du es selbst lagerst. Für kleine Artikel wie Kaffeetassen oder Kfz-Zubehör zahlst du deutlich weniger. Es ist einfach das Volumen, das den Preis bestimmt.
T: Was kostet es, ein Sofa bei Amazon zu lagern? Bezahlt man monatlich?
J: Ja, du wirst monatlich mit einer Gebühr belastet.
T: Pro Einheit oder pro Kubikmeter?
J: Pro genutztem Kubikmeter.
Außerdem gilt: Liegt deine Ware länger als sechs Monate auf Lager, zahlst du eine höhere Gebühr. Das macht Amazon, um zu verhindern, dass ihr Lager als bloßer Lagerraum genutzt wird. So gibt es einen gewissen Umschlag deiner Ware.
Je besser dein Umschlag ist, desto günstiger wird es für dich, da die Produkte nicht zu lange lagern. Mit einer guten Umschlagrate kannst du zudem mehr Waren bei Amazon einlagern. Ist die Umschlagrate schlecht, kannst du entsprechend weniger auf Lager legen.
T: Wie sieht die Abrechnung für den Lagerplatz konkret aus?
J: Sie richtet sich danach, wie viel du lagerst.
T: Wird die Gebühr auf die verkauften Produkte aufgeschlagen oder gibt es eine separate Rechnung?
J: Du bekommst dafür eine separate Rechnung. Das wird separat abgerechnet.
J: Dann gibt es noch die sogenannte FBA-Gebühr. Diese zahlst du dafür, dass Amazon das Produkt an den Kunden versendet. Die Gebühr richtet sich nach Größe und Gewicht des Produkts.
T: Das ist also die Alternative dazu, dass man die Ware selbst verschickt und den Kundenservice übernimmt.
J: Genau.
T: Das heißt, wenn man es selbst macht, hat man keine Kosten bei Amazon dafür, übernimmt diese aber selbst. Nutzt man Amazon FBA, entstehen diese Kosten pro verkauftem Produkt.
J: Genau so ist es.
T: Und das ist kein Prozentsatz?
J: Nein, das ist kein Prozentsatz. Es ist eine feste Gebühr, die von Größe und Gewicht der Sendung abhängt.
Im Grunde ist es so wie beim Versand mit DHL oder GLS – Größe und Gewicht bestimmen den Preis. Das ist hier genauso.
Wenn du zum Beispiel Kleidung verkaufst und einen Pullover zwei bis drei Monate bei Amazon lagerst, bevor er verschickt wird, zahlst du etwa zwischen 23 und 30 Kronen für die Lagerung in diesem Zeitraum, inklusive Verpackung, Kartonagen, Roboter, die das Produkt finden, und den Versand an den Kunden.
Für so ein Produkt fallen also zwischen 23 und 30 Kronen an, dafür erhältst du eine zusätzliche Rechnung.
T: Das sind also sowohl die Lagergebühr als auch die FBA-Gebühr, richtig?
J: Ja, genau.
T: Das sind also die beiden Kosten. Für Seller Central gibt es eine feste monatliche Grundgebühr, dann gibt es die Provision je nach Kategorie, die Lagergebühr und die FBA-Gebühr. Das sind die vier Hauptkosten, korrekt?
J: Ja.
J: Darüber hinaus kannst du verschiedene Zusatzleistungen bei Amazon buchen. Beispielsweise, wenn du Produkte aus Glas verkaufst, müssen diese sicher verpackt werden. Du kannst Amazon beauftragen, das für dich zu übernehmen, dann zahlst du einen Festpreis pro Einheit, zum Beispiel 50 Eurocent.
T: Wahnsinn, es gibt also unzählige weitere Services?
J: Ja, viele. Du kannst auch Amazon beauftragen, wenn deine Produkte noch keinen EAN-Code oder Barcode haben, die Etikettierung zu übernehmen – das kostet extra.
Oder wenn du Flüssigkeiten verkaufst, müssen diese ebenfalls sicher verpackt werden. Amazon hat dafür bestimmte Anforderungen. Falls du diese nicht erfüllen kannst, übernimmt Amazon das für dich – gegen Gebühr.
T: Sie sind also ziemlich strikt, aber gleichzeitig extrem flexibel, was die Services angeht. Schon kurios.
J: Amazon verfolgt klar das Ziel, es dem Verkäufer so einfach wie möglich zu machen. Das liegt in ihrem Interesse.
T: Natürlich. Sie wollen keine Ausnahmen für falsch gelieferte Produkte machen.
J: Genau.
Man kann also auch verschiedene Produkte wie Glas und Flüssigkeiten gemeinsam senden. Amazon sorgt dann dafür, dass alles sicher verpackt und versendet wird, damit es keine Reklamationen gibt. Denn das ist ja auch für dich als Händler ärgerlich, wenn ein Kunde eine schlechte Erfahrung macht.
Wenn du deine Waren in Deutschland lagerst und an deutsche Kunden versendest, benötigst du eine deutsche Umsatzsteuernummer. Du musst dann die deutsche Umsatzsteuer abführen.
Amazon bietet hierfür ein Serviceprogramm an, das die Berechnung, Meldung und Zahlung übernimmt. Dafür fällt eine monatliche Gebühr an.
Du kannst auch eine Umsatzsteuernummer für weitere Länder direkt über Amazon erwerben. Es gibt also zahlreiche Optionen, die dir als Verkäufer das Leben erleichtern.
T: Mir fällt noch ein direkter Kostenpunkt ein, der nicht vom eigenen Personal abhängt: der Versand nach Deutschland. Ich weiß nicht, was das kostet, aber vermutlich ist es nicht teuer, Waren ins FBA-Lager zu schicken, zum Beispiel mit DHL.
J: Nein, die meisten haben recht gute Versandkonditionen.
T: Das ist also kein entscheidender Posten pro verkaufter Einheit.
J: Nein, überhaupt nicht. Natürlich sind große Produkte teurer, aber mit vernünftigen Versandkonditionen, die die meisten haben, kannst du Paletten und einzelne Kartons effizient und günstig zu Amazon schicken.
T: Wenn ich also auf Amazon verkaufen möchte, habe ich neben den Kosten am Hauptsitz diese fünf Kostenpunkte, von denen vier an Amazon gehen und einer für den Versand anfällt.
J: Und dann ist natürlich, wenn du auf Amazon verkaufst, das ganze Marketing auf Amazon ein Thema. Genau wie überall sonst musst du deine Produkte bewerben.
Daran kommst du nicht vorbei. Das kostet natürlich auch. Es ist ein fixer Betrag, weil du selbst entscheidest, wie viel du ausgeben willst. Du kannst beispielsweise 5.000 Kronen im Monat investieren und bekommst dann über diese Summe eine Rechnung.
T: Das macht Sinn. Egal wie günstig du einen eigenen Webshop aufsetzt oder wie effizient du beim Versand und anderen Kosten bist – Amazon ist relativ günstig, wenn du testen willst, wie du zum Beispiel den deutschen oder spanischen Markt erschließen kannst.
Und die Fixkosten pro verkaufter Einheit sind deutlich günstiger, als wenn du alles selbst abwickelst. Die Frage ist nur, ob deine Produkte auf Amazon gefragt sind.
Du wirst wahrscheinlich keine Nike-Schuhe günstiger als andere Händler verkaufen können, aber deshalb gilt: Wenn du Markeninhaber oder Hersteller bist, teste Amazon.
J: Ja, genau. Bis jetzt haben wir noch niemanden gefunden, der den gesamten Prozess mit eigenem Webshop, Lager und Versand günstiger anbieten konnte als Amazon. Sie sind einfach riesig.
Der Preis für den Versand eines Produkts ist zwar relativ, aber es lässt sich nicht bestreiten, dass es viel einfacher ist, wenn Amazon alles übernimmt.
T: Ja, das höre ich oft von dir. Die Lagergebühr und die FBA-Abwicklung kosten so viel wie ein gewöhnlicher Versand innerhalb Dänemarks. Sagen wir 30 Kronen – das ist wirklich günstig. Allein der Versand aus einem dänischen Webshop nach Deutschland kostet meist mehr.
Dafür brauchst du Personal, Lagerfläche, Verpackungsmaterial usw. Das sind alles zusätzliche Kosten. Amazon ist also extrem wettbewerbsfähig.
J: Ja, absolut.
T: Ich finde, diese vier grundlegenden Amazon-Kosten sind sehr übersichtlich.
J: Ich möchte noch sagen: Für alle Neukunden und für Kunden, die analysieren möchten, ob Amazon für sie attraktiv ist, erstellen wir eine genaue Analyse. Wir prüfen, wie viel sie pro Jahr verkaufen können, wie sich das in den nächsten Jahren entwickelt usw. Wir berechnen für jedes einzelne Produkt den Gewinn unter Berücksichtigung aller Kosten.
T: Man kann jedenfalls sagen, dass eure Vorgehensweise und die Prognosen, die ich gesehen habe, viel präziser sind als auf anderen Plattformen. Es stehen deutlich mehr Daten zur Verfügung, alles ist transparenter. Natürlich kann es sein, dass plötzlich andere Anbieter mit demselben Produkt auf den Markt kommen – das ist eine Variable, die man nicht immer vorhersehen kann.
T: Das sind die Kosten, wenn man auf Amazon verkauft.
Vielen Dank, Jens, dass du dein Wissen mit uns geteilt hast.
J: Sehr gern.
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