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Episode 8: Website-Geschwindigkeit – Maßnahmen in priorisierter Reihenfolge!

Erfahren Sie in dieser Episode des WeMarket-Podcasts, warum die Geschwindigkeit Ihrer Website so wichtig ist, und erhalten Sie eine klare Handlungsanleitung in priorisierter Reihenfolge!

19 Jan. 2025 13Min. AudioThomas HaurumThomas Haurum

In dieser Episode unserer Podcast-Reihe ist Danni Jessen im Studio zu Gast und teilt seine Sichtweise zur Optimierung der Ladezeiten von Websites. Er erklärt, warum Ladezeiten so entscheidend sind und welche drei Faktoren das größte Gewicht haben, wenn es um die Optimierung der Geschwindigkeit im Hinblick auf Google geht.

Die Geschwindigkeit einer Website ist ausschlaggebend für das Google-Ranking, denn Google bevorzugt schnelle Websites. Optimierungen – insbesondere im Bereich Geschwindigkeit – können darüber entscheiden, ob Ihre Website eine Top-Platzierung erhält oder lediglich im Mittelfeld landet.

Danni ist SEO-Spezialist bei WeMarket und arbeitet seit seinem Studienabschluss bei uns. Er betreut unsere größten SEO-Kunden – sowohl national als auch international – und bringt umfassende Erfahrung im Bereich der Geschwindigkeitsoptimierung auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene mit.

Lesen Sie die gesamte Episode hier

Mein Name ist Thomas, ich bin Gründer von WeMarket.

In dieser Folge unseres Videopodcasts erfahren Sie, wie Sie die Geschwindigkeit Ihrer Website verbessern können.

Ich habe einen unserer SEO-Spezialisten eingeladen, um die wichtigsten Maßnahmen zur Optimierung der Ladezeit zu identifizieren.

Viel Vergnügen beim Zuhören.

 

Thomas (T:) Willkommen zum WeMarket Videopodcast – dies ist Episode 8.

Schön, dass du im Studio bist, Danni.

 

Danni (D): Ja, vielen Dank.

 

T: Sehr gerne. Heute sprechen wir darüber, wie man eine schnellere Website bekommt. Es gibt dazu unzählige Artikel im Internet und tausend Dinge, die man tun kann.

Was mich interessiert: Was sind aus deiner Sicht die besten Tipps für unsere Zuhörer und Zuschauer? Denn man kann nicht alles umsetzen – vielleicht kannst du uns helfen, die wichtigsten Punkte herauszufiltern.

 

D: Auf jeden Fall kann ich das.

 

T: Fangen wir von vorne an: Warum sollte man überhaupt eine schnellere Website haben?

 

Geschwindigkeit beeinflusst Nutzerfreundlichkeit und Ranking

D: Grundsätzlich gibt es zwei Seiten: Zum einen die Nutzerfreundlichkeit – wenn Besucher auf eine langsame Seite stoßen, verlassen sie diese eher wieder und suchen eventuell bei Google nach einem Wettbewerber weiter. Das ist ein allgemeines Usability-Problem.

Zum anderen ist da noch Google und das Thema Suchmaschinenoptimierung. Google möchte, dass die bestplatzierten Suchergebnisse die bestmögliche Nutzerfreundlichkeit bieten. Eine langsame Website sendet negative Signale an Google und kann dadurch das Ranking verschlechtern.

Gerade im Jahr 2022 gab es viele Updates mit Fokus auf Nutzerfreundlichkeit und Geschwindigkeit – einige Parameter haben direkten Einfluss auf die Platzierungen in Google.

Google achtet also stark darauf, aber auch die Nutzer sind sensibel. In einer Welt, in der immer mehr über Mobilgeräte gesurft wird und die Internetverbindung vielleicht nicht immer so schnell ist wie zu Hause am Desktop, ist es umso wichtiger, die Website so schnell und dabei weiterhin nutzerfreundlich wie möglich zu gestalten.

Denn wenn man zum Beispiel unterwegs ist – auf dem Land oder im Bus –

 

T: Oder in anderen Ländern als Dänemark, wo das Internet nicht so schnell ist.

 

D: Genau – gerade dann ist es wichtig, dass die Seite so zügig wie möglich geladen wird.

 

T: In Dänemark haben wir schnelles Internet, 5G, Kabel, in der Ukraine gibt es Starlink, woanders ist es oft langsamer.

Je internationaler man aufgestellt ist, desto wichtiger wird das Thema also. Aber grundsätzlich ist es extrem wichtig für die Nutzererfahrung – und Google gewichtet das stark, oder?

 

D: Ja, das wird sehr hoch bewertet – neben vielen anderen Faktoren. Der Fokus darauf nimmt weiter zu, deshalb sollte man jetzt starten, wenn man es noch nicht getan hat. In einem Jahr wird das Thema noch wichtiger sein und sich noch deutlicher bemerkbar machen.

 

T: Wenn du von “loslegen” sprichst, kommt die entscheidende Frage: Was genau muss ich tun, um meine Website schneller zu machen?

 

Die drei größten Stolpersteine beim Thema Geschwindigkeit

D: Es gibt natürlich sehr viele Aspekte und manches ist recht technisch, aber es gibt einige typische Stolperfallen, die mir bei der Analyse von Kunden-Websites immer wieder auffallen.

Drei große Stolpersteine sehe ich dabei besonders häufig: Bilder (darauf gehe ich gleich noch näher ein), Caching und das allgemeine Aufräumen und Aktualisieren der eingesetzten Systeme.

 

Bildergrößen auf der Website

D: Gehen wir etwas ins Detail: Bilder sind tatsächlich einer der größten Stolpersteine. Das betrifft sowohl die Abmessungen in Pixeln als auch vor allem die Dateigröße in Kilobyte und Megabyte.

Oft ist es so: Wenn jemand Fotograf ist und eine visuelle Website betreibt, werden vielleicht 100 Bilder hochgeladen. Mit einer Profi-Kamera aufgenommen, sind die Dateien riesig – weit mehr, als auf einer Website nötig wäre.

Deshalb ist es wichtig, Bilder zu komprimieren. In den meisten Content-Management-Systemen (CMS) kann man dafür einfach eine Erweiterung oder ein Plugin installieren, das die Bilder automatisch optimiert.

Es ist auf jeden Fall wichtig, darauf zu achten, dass Bilder nicht mehr Speicherplatz beanspruchen als unbedingt nötig. Besonders auf Mobilgeräten ist das entscheidend, da hier das Laden vieler großer Bilder die Seite stark verlangsamen kann.

 

T: Es betrifft nicht nur Fotografen – selbst mit dem iPhone 11 ist ein Standardfoto gleich 4,5 MB groß.

Egal ob Produktbilder vom Fotografen oder ein Schnappschuss für die “Über uns”-Seite: Standardmäßig sind Bilder einfach sehr groß.

Das heißt, die Komprimierung reduziert die Dateigröße deutlich, meist ohne großen Qualitätsverlust, und das kann sogar automatisiert werden.

 

D: Genau, das lässt sich automatisieren.

 

T: Das ist das, was du mit “Systemen” meinst. Und wo das nicht geht, gibt es sicherlich zahlreiche Tools.

 

D: Dann kann man es manuell machen. Das dauert zwar etwas länger, aber wenn man zum Beispiel eine Kategorieseite im Online-Shop mit 20 Produktbildern hat, die jeweils 4,5 MB groß sind, summiert sich das schnell.

Wenn man alle Bilder auf zum Beispiel 100 KB komprimiert, was realistisch ist, laden alle 20 Bilder zusammen weniger Daten als vorher ein einziges Bild.

 

T: Selbst wenn ich keine große Website habe und daher Geschwindigkeit nicht so kritisch ist – die Optimierung rechnet sich, weil man das Plugin einmal installiert und dann alle existierenden und künftigen Bilder optimiert werden.

 

D: Genau, das stimmt.

 

T: Also einfach machen.

 

D: Einfach umsetzen.

 

T: Was kostet das? Was kostet ein Plugin oder die Integration durch einen Entwickler? Unsere Zuhörer und Zuschauer interessiert, wie sie ans Ziel kommen.

Das kannst du wahrscheinlich nicht pauschal beantworten.

 

D: Es ist unterschiedlich, aber nehmen wir zum Beispiel WordPress: Ein bekanntes Plugin ist SmushPro, das kostet etwa 80 Dollar pro Jahr und nimmt einem die Arbeit ab.

Für kleine Unternehmen mag das viel erscheinen, aber für große Shops – etwa mit WooCommerce – ist das im Verhältnis zum Nutzen ein geringer Betrag.

Denn ich kann garantieren, dass die Conversion-Rate steigt, wenn die Bilder optimiert sind.

 

T: Für Magento gibt es auch Plugins, oder man kann es selbst machen – für Shopify ebenfalls?

 

D: Genau, auch dort.

 

T: Also überall verfügbar. Kann man sagen, die Kosten liegen immer unter 5.000 Kronen (jährlich oder einmalig)? Ja, das ist realistisch.

 

D: Ja, das sollte nicht teurer sein – sonst sollte man sich etwas anderes suchen.

 

T: Also: umsetzen.

Den Bereich Bilder optimieren, und die Aufgabe nicht beim Fotografen belassen – das passiert dann automatisch. Man muss keine SOP (Standard Operating Procedure) für die Bildabgabe erstellen, sondern legt es zentral fest.

Sehr gutes, praxisnahes Tipp.

Das ist also das Wichtigste?

 

D: Ganz klar, das ist die größte Stolperfalle.

 

Caching beeinflusst die Geschwindigkeit

D: Dann gibt es das Thema Caching, das etwas technischer ist. Es gibt Server-Side-Caching (auf dem Webserver, für Nutzer unsichtbar) und Client-Side-Caching (auf dem jeweiligen Gerät, also Computer oder Smartphone).

 

T: Oder auf dem Handy.

 

D: Genau, je nachdem, worauf man gerade surft.

Konkret bedeutet das: Wenn Sie eine Website wie WeMarket.de besuchen, speichert das System eine Kopie bestimmter Inhalte auf Ihrem Gerät (Client-Side) oder auf dem Server (Server-Side). Bei Server-Side-Caching werden Dateien wie JavaScript- oder CSS-Dateien, die sich selten ändern, bereits vorab generiert, sodass sie beim nächsten Aufruf schneller geladen werden können.

 

T: Also wird quasi eine Momentaufnahme gespeichert.

 

D: Genau, auf Server-Ebene wird nicht alles gespeichert, aber zum Beispiel statische Dateien. Beim nächsten Besuch kann die Seite dadurch schneller geladen werden.

 

T: Das fühlt sich also schneller an.

 

D: Genau, der Seitenaufruf geht dann schneller.

Beim Client-Side-Caching wird zum Beispiel ein Bild lokal gespeichert, sodass es beim nächsten Besuch direkt geladen werden kann.

Deshalb kann es übrigens vorkommen, dass Änderungen auf der Website nicht sofort sichtbar sind, weil noch eine ältere Version im Cache gespeichert ist.

 

T: Das kenne ich – wenn ich jemanden bitte, etwas zu ändern, sehe ich es nicht sofort. Das liegt dann am Cache.

Wie setzt man das Caching konkret um?

 

D: Auch hier: Erweiterung oder Plugin. Diese Dinge sind heute Standard und es gibt zahlreiche Lösungen, die sich bewährt haben.

 

T: Unsere Empfehlung: Wer die Verantwortung trägt – ob Geschäftsleitung oder Website-Administrator – sollte das Thema priorisieren und umsetzen.

Was kostet ein Caching-Plugin oder die Implementierung durch einen Entwickler und wie aufwändig ist das?

 

D: Die Kosten sind vergleichbar mit der Bildoptimierung. Für eine typische WordPress- oder Shopify-Seite bekommt man das meist für weniger als 5.000 Kronen – oft sogar günstiger.

 

T: Also immer unter 5.000, und bei einem Abo vielleicht 1.000 pro Jahr? Einfach damit alle eine Vorstellung haben, welche Kosten entstehen. Im Verhältnis zum Mehrwert lohnt sich die Investition auf jeden Fall.

 

D: Ganz genau.

 

T: Also: Bilder sind wichtig, Caching ist wichtig. Gibt es noch einen dritten Punkt?

 

Aufräumen auf der Website

D: Der dritte Punkt ist das regelmäßige Aufräumen und Aktualisieren der CMS-Systeme. Wenn Sie zum Beispiel eine WordPress-Seite seit 10 Jahren betreiben, haben Sie vielleicht 100 Plugins installiert, nutzen aber nur 20 davon aktiv. Die anderen sind vielleicht deaktiviert oder veraltet.

Diese sollten entfernt werden, denn jedes Plugin fügt Code hinzu, der beim Laden der Seite verarbeitet werden muss – das verlangsamt die Seite unnötig.

 

T: Ich habe auch schon erlebt, dass alte oder pluginlastige Seiten selbst im Backend langsam werden – das ist wirklich ärgerlich.

 

D: Das macht viel aus. Auch die Übersichtlichkeit leidet – mit 100 Plugins verliert man schnell den Überblick. Daher besser aufräumen und alles regelmäßig aktualisieren.

Vielleicht wurde ein Plugin vor zwei Jahren installiert, seitdem hat sich viel getan. Mit einem Update gibt es oft neue Funktionen und der Code wird optimiert, sodass die Seite weniger Daten laden muss.

 

T: WordPress ist ja eher Open Source, während Shopify vergleichbar mit Apple ist – dort werden Apps strenger geprüft. Man kann davon ausgehen, dass viele Shopify-Plugins aktuell gehalten werden, während bei WordPress mehr Eigenverantwortung gefragt ist.

Das heißt, bei Shopify lohnt sich vor allem die Arbeit an Caching und Bildern – Plugin-Updates laufen meist automatisch.

 

D: Ja, zumindest bis zu einem gewissen Grad.

 

T: Drei sehr gute Tipps! Das Beste: Die meisten müssen sich gar nicht groß damit beschäftigen, sondern einfach investieren und es umsetzen – das ist erfreulich unkompliziert.

Vielen Dank, Danni, dass du uns einen Einblick in dieses Thema gegeben hast.

 

T: Sehr gerne.

 

 

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